Archiv der Kategorie: Frankreich

Gabriel Fauré

Gabriel Urbain Fauré (1845–1924) ist hauptsächlich als Komponist von Vokal-, Klavier- und Kammermusik bekannt. Fauré spielte schon früh auf dem Harmonium, das in einer in der Nähe gelegenen Kapelle stand. Als Neunjähriger wurde er an der renommierten Niedermeyer-Schule für Kirchenmusik in Paris aufgenommen. Nach dem Tod Niedermeyers besuchte er den Unterricht bei Camille Saint-Saëns. Die beiden blieben zeitlebens sehr gute Freunde.

Fauré war Organist in Rennes und ab 1870 in Paris. Zuerst war er Stellvertreter an Saint-Sulpice, danach Chororganist an der Pfarrkirche La Madeleine. 1896 wurde er Nachfolger von Théodore Dubois als Titulaire an der Madeleine. Dieses Amt übte er bis 1905 aus. Weiterlesen

Maxence Guéniffey

Cathédrale Notre Dame de Tulle

Maxence Guéniffey stammt aus einer Organistenfamilie in der französischen Stadt Tull im Département Corrèze. Sein Grossvater Antoine und sein Vater Germain waren bereits Organisten in der Kathedrale von Tulle, Antoine von 1842–1880, Germain von 1880–1925. Maxence übernahm das Amt 1925 und übte es bis 1934 aus. Weiterlesen

Eugène Gigout

Eugène Gigout au grand orgue de l'église Saint-Augustin, 1902

Eugène Gigout au grand orgue de Saint-Augustin, 1902

Eugène Gigout (1844–1925) erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Kathedrale zu Nancy, im dortigen Knabenchor. 1857 wurde Eugène Gigout an der École Niedermeyer in Paris aufgenommen und erhielt Unterricht u. a. bei Camille Saint-Saëns. Sein Orgellehrer war Clément Loret, der ihm eine moderne, von Jacques Nicolas Lemmens begründete Spielweise vermittelte. Nach einer umfassenden Ausbildung in Gregorianik, Orgelmusik und dem Werk Johann Sebastian Bachs machte Gigout den Abschluss und blieb als Lehrer an der École Niedermeyer.  Weiterlesen

Louis Vierne

Louis Vierne 1910Louis Victor Jules Vierne (1870–1937) gehört zu den bedeutendsten französischen Organisten und Orgelkomponisten des beginnenden 20. Jahrhunderts. Louis Vierne erhielt seine frühe musikalische Ausbildung wegen seiner schweren Sehbehinderung am Pariser Blindenisntitut. Später erhielt er Orgelunterrich bei Adolphe Marty, César Franck und Charles-Marie Widor. Er schloss das Pariser Konservatorium mit ersten Preisen in Orgelspiel und Improvisation ab. Weiterlesen

Naji Hakim

Naji Hakim Naji Hakim (* 1955) wurde in Beirut geboren und erhielt seine Ausbildung in Paris und London. Er steht ganz in der Tradition der grossen französischen Orgelvirtuosen. Naji Hakim studierte unter anderem bei Jean Langlais und Rolande Falcinelli am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Zudem absolvierte er ein Lehrdiplom für Orgel am Trinity College of Music in London.

Von 1985 bis 1993 war er Titularorganist in der Basilique du Sacré Coeur in Paris, danach wurde er Nachfolger von Olivier Messiaen an der „Église de la Trinité“ (bis 2008). Heute ist Naji Hakim nebst seiner Tätigkeit als Konzertorganist und Komponist Professor für Harmonielehre am Conservatoire National de Région de Boulogne-Billancourt und Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London. Er ist auch Ehrendoktor der Saint-Esprit-Universität in Kaslik, Libanon. Weiterlesen

Élisabeth Jacquet de La Guerre

Élisabeth Jacquet de La Guerre

Élisabeth Jacquet de La Guerre, Gemälde von Jean François de Troy

Élisabeth Jacquet de La Guerre (1665–1729) wurde als Tochter des Organisten Claude Jacquet in Paris geboren. Schon als Kind trat sie am Königshof als Cembalistin auf. Ludwig XIV. unterstützte sie finanziell und förderte die Aufführung ihrer Kompositionen. Im Jahre 1684 heiratete sie den Organisten Marin de la Guerre.

Ihre Oper «Céphale et Procris» wurde als erste Oper einer französischen Komponistin an der Opéra Paris aufgeführt. Élisabeth Jacquet de La Guerre gehört zu den wenigen komponierenden Frauen der Barockzeit, die zu Lebzeiten ein hohes Ansehen und grosse Bekanntheit erlangten. Weiterlesen

Pierre Jean Michel Fallouard

Orgel in der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur

Die heutige Orgel der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur

Pierre Jean Michel Fallouard (1805–1865) stammt aus der kleinen Hafenstadt Honfleur in der Normandie. Er lernte das Orgelspiel unter anderem bei seinem Vorgänger Monsieur Delaporte an der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur und bei Adolphe Godefroi in Rouen. Pierre Jean Michel Fallouard wirkte als Musiklehrer und Musikkritiker in Honfleur. Er war Titularorganist an der Kapelle Hospice civil und ab 1825 an der Kirche Sainte-Catherine, der grössten Holzkirche Frankreichs. Weiterlesen

Edmond Missa

Edmond Missa, französischer KomponistEdmond Missa (1861–1910) stammte aus Reims und hatte seinen ersten Musikunterricht bei seiner Mutter, der Sängerin Marie-Louise Duval, die später Professorin für Gesang am Pariser Konservatorium wurde. Sein Cousin Louis Duval war Organist an der Kathedrale von Reims, sein Onkel Ernest Duval Organist an der Kirche Saint-Jacques. Im Alter von zehn Jahren wurde Edmond Missa als Nachfolger von Henri Dallier Organist an der Chororgel der Kathedrale von Reims. Weiterlesen

Fernand de La Tombelle

Fernand de La TombelleFernand de La Tombelle (1854–1928) war ein bedeutender französischer Organist und Komponist. Das Klavierspiel lernte er bei seiner Mutter Louise Gueyraud, einer Schülerin von Franz Liszt. Ab dem achtzehnten Lebensjahr nahm er privaten Orgel- und Harmonielehreunterricht bei Alexandre Guilmant. Am Konservatorium Paris war Fernand de La Tombelle Schüler von César Franck und Théodore Dubois. Für seine Kompositionen erhielt er zweimal die Goldmedaille beim Grand Prix Pleyel. In den folgenden Jahren trat Fernand de La Tombelle als Konzertorganist in ganz Frankreich auf. Weiterlesen

Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier

Jean-Jacques_Beauvarlet-Charpentier_1781Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier (1734–1794) war ein französischer Cembalist, Organist und Komponist. Er zählt zu den bedeutendsten Pariser Organisten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Sein Vater war Kaufmann, Organist und Orgelbauer. Etwa 1748 zog die Familie nach Lyon, der Vater gab sein Handelsgeschäft auf und wurde Organist am Hospice de la Charité in Lyon. Im Jahre 1763 übernahm Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier die Nachfolge seines verstorbenen Vaters und spielte auch die Orgel in Konzerten der Académie des beaux-arts in Lyon. Weiterlesen