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Regionen

Matthias Nagel

Matthias Nagel

Matthias Nagel (*1958) studierte an der Hochschule für Kirchenmusik Herford und an der Folkwang Hochschule in Essen, wo er 1984 das A-Examen ablegte. Von 1984 bis 2003 wirkte er als Kantor in Düsseldorf-Garath. 2003 bis 2009 war er Kirchenmusikdirektor an der Arbeitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen. 2009 wurde er zum Landesposaunenwart in der Evangelischen Kirche im Rheinland berufen. Seit 2011 ist er Dozent für kirchliche Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford.

[Quelle: Wikipedia]

Orgelmusik von Matthias Nagel

Nagel komponiert Orgelmusik im Pop- und Jazz-Stil. Unter anderem veröffentlichte er die Reihe «Special Pipes» im Strube Verlag. Bisher sind 4 Hefte erschienen:

  1. Freie Orgelstücke (Orgel mit Pedal)
  2. Freie Orgelstücke (manualiter)
  3. Advent – Weihnachten
  4. Passion – Ostern

Matthias Nagel komponiert auch Chormusik und Musik für Blechbläser

Marilyn Rinehart

Marilyn Jeanette Rinehart (1926–2012) war eine Komponistin von Orgel- und Chorwerken. Nach ihrem Abschluss am Ashland College (Ohio) absolvierte sie weiterführende Studien an der University of Arizona. Sie wirkte 18 Jahre als Organistin in Tucson an der First United Methodist Church und 7 Jahre an der Catalina United Methodist Church.

Pierre Du Mage

Pierre du Mage (1674–1751) wurde in Beauvais geboren, wo sein Vater Organist an der dortigen Kathedrale war. Im Alter von 20 Jahren begab sich du Mage nach Paris, um bei Louis Marchand zu studieren. Dort lernte er auch Nicolas Lebègue kennen, der ihn 1703 für die Stelle des Organisten an der Kollegiatkirche von Saint-Quentin empfahl. 1710 wurde du Mage zum Titularorganisten der Kathedrale von Laon ernannt, jedoch führten Spannungen mit seinen Vorgesetzten im Kirchenkapitel dazu, dass er am 30. März 1719 im Alter von 45 Jahren seinen Dienst quittierte und Verwaltungsbeamter wurde. Bis zu seinem Tod 32 Jahre später betrieb er keine professionelle Musikausübung mehr.

Orgelwerke von Pierre Du Mage

Das Premier livre d’orgue wurde 1708 veröffentlicht. Es ist dem Kirchenkapitel von Saint-Quentin gewidmet und enthält eine Suite du premier ton, die sich aus acht Stücken in den traditionellen französischen Formen – Plein jeu, Fugue, Trio, Tièrce en taille, Basse de Trompette, Récit, Duo und Grand jeu – zusammensetzt. Wie er selbst im kurzen Vorwort der Sammlung anmerkt, orientieren sich diese Stücke am Stil seines früheren Lehrers Marchand.

Das zweite verschollene Buch widmete Du Mage 1712 ebenfalls dem Kapitel der Kathedrale von Laon.

[Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Pierre_du_Mage]

Das Bild zeigt die Orgel der Kathedrale von Laon im originalen Gehäuse von 1700.

Orgel Ellwangen

Johann Melchior Dreyer

Johann Melchior Dreyer (1747–1824) lebte in Ellwangen (Württemberg), wo er zuerst als Schulmeister wirkte. 1779 wurde er Stiftsorganist und 1790 Kapellmeister in Ellwangen und übte diese Ämter vermutlich bis zu seinem Tod aus. Dreyer komponierte Orgelsonaten, Messen und kleinere Vokalwerke. Einige Messen hatten zu seiner Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad. Weiterlesen

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven (1770–1827), geboren in Bonn, gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Klassik und Wegbereiter der Romantik. Sein Vater und sein Grossvater waren bereits Berufsmusiker an der Hofkapelle des Kurfürsten und Erzbischofs Maximilian Friedrich. Der junge Ludwig wurde u. a. vom Hoforganisten Gilles van den Eeden und dessen Nachfolger Christian Gottlob Neefe unterrichtet. Mit 12 Jahren wurde der Beethoven Neefes Stellvertreter an der Orgel, mit 14 erhielt er eine feste Anstellung als Organist. Daneben wirkte er bis zu seinem Umzug nach Wien 1792 als Cembalist und Bratischist an der Hofkapelle.

Ludwig van Beethoven hatte vermutlich nach seiner Bonner Zeit keinen Bezug mehr zur Orgel und komponierte keine originalen Orgelwerke, es sind aber 5 Stücke für mechanische Flötenuhren überliefer, welche gerne auf der Orgel gespielt werden.

Die polnische Organistin Maria-Magdalena Kaczor hat eine interessante CD mit dem Titel «Ludwig van Beethoven organ perspectives» herausgegeben, auf der sie nebst den Flötenuhrstücken auch einige Klavierstücke und Bearbeitungen auf der Orgel eingespielt hat. mariamagdalenakaczor.eu

event Veranstaltungen mit Musik von Ludwig van Beethoven

Carl Czerny

Carl Czerny (1791–1857) wurde in Wien geboren, er war bereits mit zehn Jahren ein brillanter Pianist, weshalb er Schüler von Ludwig van Beethoven wurde. Er spielte als Zwanzigjähriger den Solopart in der Wiener Erstaufführung von Beethovens 5. Klavierkonzert. Czerny wurde später ein bedeutender Klavierpädagoge, er war u. a. Lehrer von Franz Liszt. Einige seiner Etüdensammlungen werden bis heute im Unterricht verwendet.

Gemessen am Umfang seiner über 1000 Kompositionen spielte die Orgel eine untergeordnete Bedeutung in Czernys Schaffen. Es sind vier Werke mit Orgelmusik überliefert. Sie sind in zwei Bänden im Verlag A-R Editions neu aufgelegt worden.

  • 6 Preludes and Fugues for Organ Op 603
  • Prelude & Fugue for Pedal Organ a-Moll Op 607
  • 12 Voluntaries for the Organ Op 627
  • 20 Short Voluntaries for Pedal Organ Op 698

Das Präludium und die Fuge in a-Moll Op 607 sind in einem spätbarocken Stil komponiert und erinnern an die Präludien und Fugen von Johann Ludwig Krebs. Es ist die umfangreichste Orgelkomposition Czernys. Die anderen Stücke sind kürzer und im frühromantischen Stil gehalten. Ferner sind zwei Werke für Gesang und obligater Orgel bekannt:

  • Graduale for Soprano & Organ Op 662
  • Offertorium, «Salva nos Domine», Bass and Organ Op 812

event Veranstaltungen mit Musik von Carl Czerny

Orgel Konstanz Münster

Hans Buchner

Hans Buchner (1483–1538) war der Sohn des Ravensburger Organisten Hans Buchner des Älteren. Er gilt als der bedeutendste Organist der Renaissance. 1506 wurde er Domorganist in Konstanz. Zu seiner Amtszeit wurde eine neue Orgel gebaut. Sie verfügte über 31 Register auf drei Manualen und Pedal und war damals eine der bedeutendsten Orgeln in Deutschland.

Die neue Orgel wurde nach der Reformation nicht mehr benutzt und galt bald darauf als unspielbar. Später erfuhr sie mehrere Umbauten, die ursprüngliche Disposition ist nicht mehr bekannt. Prospekt und Empore zeigen hingegen im Wesentlichen noch denselben Anblick wie im Jahre 1520.

Als in Konstanz die Reformation eingeführt wurde, wurde Buchner Organist in Überlingen, behielt aber seinen Wohnsitz in Konstanz. Zum Freundeskreis von Hans Buchner gehörten der Komponist Ludwig Senfl sowie Joachim Vadian, Humanist und Reformator in St. Gallen. Zu seinen Schülern zählten sein Sohn Hans Conrad Buchner sowie Fridolin Sicher und der St. Gallener Organist Melchior Högger.

 

Orgelwerke von Hans Buchner

  • Fundamentum sive ratio vera, eine umfassende theoretische und praktische Orgelschule mit 120 Orgelsätzen
  • 3 Intabulierungen
  • 2 Liedsätze
  • 2 weitere Orgelsätze
  • mehrere weitere Intabulierungen
  • 1 Liedsatz in der Sammlung Trium vocum carmina (Nürnberg 1538)

Eine Auswahl seiner Kompositionen ist im Peters Verlag erschienen.

Mehr Informationen über „Meister Hans von Konstanz“ bei Wikipedia

Edward Elgar

Edward Elgar

Sir Edward Elgar (1857–1934) ist einer der bedeutendsten Komponisten der englischen Romantik. Er spielte schon in jungen Jahren mehrere Instrumente, z. B. Violine und Fagott. Zeitweise war er als Organist tätig, u. a. als Nachfolger seines Vaters in der St. Georgs Church in Worcester.

Elgar komponierte Sinfonien, Solokonzerte, Kantaten und Kammermusik. Für die Orgel schuf er eine Anzahl Vesper Voluntaries opus 14. Ein Zyklus von kurzen Orgelstücken zur Verwendung in den Evensongs, den Abendfeiern der anglikanischen Kirche. Zudem sind eine Sonate G-Dur op. 28 und ein Cantique op. 3 in Bearbeitung für Orgel erschienen. Beides ursprünglich Werke für Bläserensemble. Die Vesper Voluntaries erschienen 1890 in ihrer endgültigen Form.

event Veranstaltungen mit Musik von Edward Elgar

Maximilian Stadler

Maximilian Stadler (1748–1833), auch als Abbé Stadler bekannt, wurde in Melk geboren. Sein Taufnahme war Johannes Karl Dominik, den Vornamen Maximilian legte er sich beim Eintritt ins Kloster zu. Ab 1762 besuchte Stadler in Wien die Jesuitenschule. Hier lernte er vile Musiker kennen, u.a. Johann Baptist Vanhal und Joseph Haydn. Im Alter von 18 Jahren trat er in das Stift Melk ein, 1772 empfing er die Priesterweihe, 1784 wurde er zum Prior gewählt. In der Folge hatte er viele kirchliche Ämter inne und war viel auf Reisen. 1796 zog Stadler nach Wien, komponierte weltliche Werke und arrangierte Opern von Mozart, Gluck und Cherubini. 1810 übernahm er ein Pfarramt, liess sich aber nach fünf Jahren pensionieren und zog wieder nach Wien um sich ganz der Musik widmen. Stadler starb am 8. November 1833 in seiner Wohnung und wurde wie Mozart auf dem Sankt Marxer Friedhof beigesetzt. 1930 wurde die Stadlergasse in Wien-Hietzing nach ihm benannt.

Stadler zählte zu den prominentesten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert; er war mit Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert befreundet und verfasste zahlreiche Schriften über Mozart. Er tat sich vor allem im Streit um die Echtheit von Mozarts Requiem energisch hervor (1825: Verteidigung der Echtheit des Mozartschen Requiems). Auch an der Ordnung von Mozarts musikalischem Nachlass und am allerersten Mozart-Werkverzeichnis war er beteiligt. Stadler genoss einen hervorragenden Ruf als Musikgelehrter und Kontrapunktiker. Auch wenn er nicht direkt als Lehrer tätig war, so legten ihm doch zahlreiche junge Komponisten ihre Werke zur Begutachtung vor, darunter Simon Sechter und Franz Lachner.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Stadler

Kompositionen von Maximilian Stadler

  • Oratorium „Die Befreyung von Jerusalem“, Kantaten, Lieder und Chöre
  • Zwei Requien, fünf Messen, kleinere Kirchenmusikwerke
  • Werke für Tasteninstrumente, darunter 8 Präludien und einige Fugen für Orgel
  • Bearbeitungen von Opern für Streichsextett
  • Theoretische und musikhistorische Schriften

event Veranstaltungen mit Musik von Maximilian Stadler

Johann Christoph Schmügel

Johann Christoph Schmügel (1727–1798) erhielt seinen ersten Musikunterricht bei seinem Vater, der Organist in Pritzier war. Später studierte er in Hamburg bei Georg Philipp Telemann. Im Jahre 1758 wurde er Organist und Musiklehrer in Lüneburg. 1766 verliess er Lüneburg und wechselte an die St. Nicolai-Kirche in Mölln/Lauenburg. Hier wirkte er ab 1784 auch als Kantor. Schmügel starb im Alter von 71 Jahren an einem Schlaganfall während dem Orgelspiel. Weiterlesen