Archiv der Kategorie: Elsass

Elsass

Orgelmusik aus dem Elsass und Komponisten, die hauptsächlich im Elsass gewirkt haben

Théophile Stern

Die Merklin Orgel im Temple Neuf

Die Merklin Orgel im Temple Neuf

Théophile Stern (1803–1886) wurde in Strassburg geboren. Hier verbrachte er auch seine ganze Laufbahn als Organist und Komponist. Er war Schüler des Pianisten Conrad Berg, der ihm auch das Komponieren lehrte. Ab seinem 17. Lebensjahr war Stern Organist in verschiedenen protestantischen Kirchen in Strassburg. Zuletzt war er Organist im Temple Neuf, wo Joseph Merklin im Jahr 1877 eine neue Orgel baute.

Théophile Stern lebte drei Jahre in Karlsruhe, wo er sich intensiv mit der deutschen Orgelmusik und dem deutschen Orgelbau beschäftigte. Viele Orgelstücke Sterns zeugen von der Beschäftigung mit der Musik von Rinck und Mendelssohn. Weiterlesen

Louis Feltz

Die Kathedrale in Langres

Die Kathedrale in Langres, wo Louis Feltz 1843–1857 Organist war

Louis Feltz (1816–1891) wurde in Huttenheim im Elsass (Niederrhein) geboren, über seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. Er unterrichtete als junger Lehrer das Fach Musik an der Ecole normale d’instituteurs in Strassburg, bevor er 1843 Organist an der Kathedrale St. Mammès in Langres (Haute-Marne) wurde. Diese Stelle behielt er bis 1857 und kehrte später ins Elsass zurück, wo er in Hattstatt (Oberrhein) starb.

Louis Feltz komponierte und veröffentlichte zahlreiche Orgelstücke, die besonders für die vielen nebenamtlichen Organisten im Elsass und den benachbarten Regionen bestimmt waren. Er veröffentlichte auch Schriften über den Choralgesang in den Diözesen Langres und Strasbourg. Weiterlesen

Joseph Wackenthaler

Strassburg-Münster

Strassburg-Münster

Joseph Wackenthaler (1795–1869) wurde in Sélestat im Elsass geboren und war ab 1819 Kapellmeister am Münster In Strassburg, ab 1833 auch Organist. Sein Vater (Joseph Wackenthaler 1767–1828) war Gründer einer Dynastie von Musikern. Zwei seiner Söhne (François Charles und François Louis) und sein Neffe Nicolas-Joseph Wackenthaler waren Organisten in Sélestat. Ein dritter Sohn François Xavier Joseph war ein sehr erfolgreicher Organist in Haguenau und später in Paris, wo er der erste Professor für Orgelspiel an der Niedermeyer-Schule war.

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Nicolas-Joseph Wackenthaler

Sélestat, St Georges

Sélestat, St Georges

Nicolas-Joseph Wackenthaler (1840–1913) wurde in Sélestat im Elsass geboren. Sein Vater François Charles war Organist in Sélestat, sein Onkel Joseph Wackenthaler war Kapellmeister und Organist am Strassburger Münster. Nicolas-Joseph studierte an der Niedermeyer-Schule in Paris bei seinem Onkel François Xavier Joseph und wurde mit 19 Jahren Nachfolger seines verstiorbenen Vaters als Organist an St. Georges in Sélestat. 1876 wurde er zum Organisten der Kathedrale in Dijon berufen, wo er auch als Klavierlehrer wirkte.

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Eugène Thomas

Eglise Sainte Madeleine, Wirkungsort von Eugène Thomas

Die Kirche Sainte Madeleine in Sainte-Marie-aux-Mines

Eugène Thomas lebte von 1841 bis 1918 im Elsass. Er studierte bei Martin Vogt in Colmar und war Nachfolger von Adolphe Querm an der Kirche Ste Madeleine in Ste Marie-aux-Mines. Er komponierte zahlreiche Werke für Klavier, Orgel, Motetten und Messen sowie Musik für Blaskapellen. In seinen Orgelwerken begegnen uns viele kontrapunktische Formen des 18. Jahrhunderts (Fugen, Trios, Préludes) in einer harmonisch eigenen Tonsprache.

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Jacques-Louis Battmann

Jacques-Louis BattmannJacques-Louis Battmann (1818-1886) war ein elsässcher Komponist. Er studierte bei Martin Vogt in Colmar und wirkte in Thann, Belfort und Dijon. Er war Herausgeber der Zeitschrift «l’Organiste». Jacques-Louis Battmann veröffentlichte zahlreiche Kompositionen, hauptsächlich für Orgel und Klavier. Nebst der Kirchenmusik komponierte er auch Salonmusik.

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Martin Vogt

Martin VogtMartin Vogt (1781–1854) war ein Organist, Cellist und Komponist von Kirchenmusik und anderen Werken. Er wirkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Im 19. Jahrhundert wurde Martin Vogt in Zeitschriften als berühmter Musiker bezeichnet. Danach war er lange Zeit nur in kleinen Fachkreisen bekannt. Heute nimmt das Interesse an seinem Werk wieder zu. Der Organist Gerd Hofstadt, charakterisiert den Komponist wie folgt: „Martin Vogt war in seiner Zeit der meistverlegte Komponist von Kirchenmusik in der Nordschweiz und im Elsass.

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Léon Boëllmann

Léon BoëllmannLéon Boëllmann (1862–1897) ist der wohl berühmteste Orgelkomponist elsässischer Abstammung. Er studierte in Paris und blieb bis zu seinem frühen Tode in der französischen Metropole. Als Pianist und Organist war er weit über Paris hinaus bekannt. Sein bekanntestes Orgelwerk ist die Suite Gothique op. 25, die er zur Einweihung der Orgel in der Kathedrale Dijon komponierte.

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