Archiv der Kategorie: Klangbeispiele

Klangbeispiele

Franz Bühler

Franz BühlerFranz Bühler (1760–1823) war ein süddeutscher Kirchenmusiker und Komponist. Er wurde als Franciscus Bihler getauft und wuchs im Württembergischen Schneidheim in einer grosser Lehrersfamilie auf. Seinen ersten Unterricht erhielt er bei seinem Vater. Im Alter von zehn Jahren kam er als Chorknabe in die Benediktinerabtei Neresheim, wo er das Klavierspiel und den Generalbass erlernte. Ab 1775 studierte der junge Franz in Augsburg Theologie, Philosophie und Musik und trat 1778 in das Benediktinerkloster Heilig Kreuz in Donauwörth ein. Hier erhielt er von dem Komponisten Antonio Rosetti Unterricht. 1794 kam Pater Gregor, wie sein Benediktiner Ordensname lautete, als Stiftsorganisten nach Bozen und nannte sich hier Abbé Bihler. 1801 wurde er zum Augsburger Domkapellmeister berufen und entschied sich nun definitiv für den Namen Franz Bühler.  Weiterlesen

Frederick Andrew Keene

St. Saviour Church

Die St. Saviour Church um 1900, wo Keene 18 Jahre lang Organist war [Quelle: landmark.lambeth.gov.uk]

Frederick Andrew Keene (1871–1916) war ein englischer Organist und Komponist. 1889 wurde er der junge Keene Organist in der Kirche St. Saviour’s in Clapham, einem Stadtteil im Südwesten von London. Dieses Amt hatte er bis 1907 inne, danach war er Organist in der Sandingham Parish Church, ebenfalls im Stadtteil Clapham, London. Keene starb bereits im Alter von 45 Jahren.

Frederick Andrew Keene war zuerst Schüler von Dr. Charles William Pearce (1856–1928),  der Musiklehrer und später Direktor am Trinity College in London war. Danach studierte Keen bei Sir Walter Galpin Alcock, der damals Professor für Orgel am Royal College of Music und Organist in der Westminster Abbey und in der Chapels Royal war.

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Samuel Wesley

Samuel WesleySamuel Wesley (1766–1837) wurde in Bristol geboren, die Familie übersiedelte 1778 nach London. Seine musikalische Ausbildung verdankte Samuel seinem Vater Charles, dem bedeutenden Liederdichter und -komponisten der methodistischen Kirche. John Wesley, Mitbegründer der methodistischen Kirche, war ein Bruder von Charles Wesley. Samuels Begabung zeigte sich bereits im frühen Alter, er wird auch the English Mozart genannt.

Samuel Wesley leistete als Konzertorganist und Herausgeber einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Musik Johann Sebastian Bachs in England. Wesley gilt als zentrale Persönlichkeit in der englischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Weiterlesen

Giuseppe Gherardeschi

Tronci-Orgel von 1793 im Dom von Pistoia, dem Wirkungsort von Giuseppe Gherardeschi

Tronci-Orgel von 1793 im Dom von Pistoia, dem Wirkungsort von Giuseppe Gherardeschi

Giuseppe Gherardeschi (1759–1815) ist der bedeutendste Vertreter einer toskanischen Musikerdynastie. Über Generationen hinweg stellte die Familie die Domkapellmeister in der Provinzhauptstadt Pistoia im Norden der Toskana. Vor Giuseppe war bereits sein Vater Domenico Kapellmeister. Bei ihm hatte Guiseppe auch den ersten Musikunterricht. Giuseppes Nachfolger waren dann sein Sohn Luigi und sein Enkel Gherardo.

Giuseppe Gherardeschi zog in jungen Jahren nach Neapel um sich bei Nicola Sala weiterzubilden. Ab 1795 wirkte er wieder in der Heimatstadt, zuerst als Sänger und Musiklehrer, danach als Nachfolger seines Vaters im Amt des Domkapellmeisters. Gherardeschi komponierte hauptsächlich für seine eigene liturgische Praxis. Meistens sind es kürzere Stücke im galanten Stil seiner Zeit, ab und zu mit einem Hang zum Volkstümlichen. Seine Orgelwerke wurden nicht gedruckt, sie sind ausschliesslich als Handschriften überliefert. Weiterlesen

Pierre Jean Michel Fallouard

Orgel in der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur

Die heutige Orgel der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur

Pierre Jean Michel Fallouard (1805–1865) stammt aus der kleinen Hafenstadt Honfleur in der Normandie. Er lernte das Orgelspiel unter anderem bei seinem Vorgänger Monsieur Delaporte an der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur und bei Adolphe Godefroi in Rouen. Pierre Jean Michel Fallouard wirkte als Musiklehrer und Musikkritiker in Honfleur. Er war Titularorganist an der Kapelle Hospice civil und ab 1825 an der Kirche Sainte-Catherine, der grössten Holzkirche Frankreichs. Weiterlesen

Edmond Missa

Edmond Missa, französischer KomponistEdmond Missa (1861–1910) stammte aus Reims und hatte seinen ersten Musikunterricht bei seiner Mutter, der Sängerin Marie-Louise Duval, die später Professorin für Gesang am Pariser Konservatorium wurde. Sein Cousin Louis Duval war Organist an der Kathedrale von Reims, sein Onkel Ernest Duval Organist an der Kirche Saint-Jacques. Im Alter von zehn Jahren wurde Edmond Missa als Nachfolger von Henri Dallier Organist an der Chororgel der Kathedrale von Reims. Weiterlesen

Fernand de La Tombelle

Fernand de La TombelleFernand de La Tombelle (1854–1928) war ein bedeutender französischer Organist und Komponist. Das Klavierspiel lernte er bei seiner Mutter Louise Gueyraud, einer Schülerin von Franz Liszt. Ab dem achtzehnten Lebensjahr nahm er privaten Orgel- und Harmonielehreunterricht bei Alexandre Guilmant. Am Konservatorium Paris war Fernand de La Tombelle Schüler von César Franck und Théodore Dubois. Für seine Kompositionen erhielt er zweimal die Goldmedaille beim Grand Prix Pleyel. In den folgenden Jahren trat Fernand de La Tombelle als Konzertorganist in ganz Frankreich auf. Weiterlesen

Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier

Jean-Jacques_Beauvarlet-Charpentier_1781Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier (1734–1794) war ein französischer Cembalist, Organist und Komponist. Er zählt zu den bedeutendsten Pariser Organisten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Sein Vater war Kaufmann, Organist und Orgelbauer. Etwa 1748 zog die Familie nach Lyon, der Vater gab sein Handelsgeschäft auf und wurde Organist am Hospice de la Charité in Lyon. Im Jahre 1763 übernahm Jean-Jacques Beauvarlet-Charpentier die Nachfolge seines verstorbenen Vaters und spielte auch die Orgel in Konzerten der Académie des beaux-arts in Lyon. Weiterlesen

Guillaume Lasceux

Heutige Orgel von St. Etienne du Mont

Orgel von Saint-Etienne-du-Mont, Prospekt teilweise aus dem 17. Jh.
Original bei commons.wikimedia.org

Guillaume Lasceux (1740–1831) begann seine Laufbahn als Organist im Jahr 1758 an der Pfarrkirche Saint-Martin de Chevreuse in Paris. Ab 1762 studierte er fünf Jahre Komposition bei Charles Noblet, dem Organisten und Clavecinisten der Pariser Oper. Er versah in der Folge verschiedene Organistenstellen in Paris. Ab dem Jahr 1769 hat er auch Claude-Nicolas Ingrain an der Pariser Kirche Saint-Étienne-du-Mont vertreten; 1774 wurde er dort der offizielle Stelleninhaber.

Mit Ausbruch der Französischen Revolution 1789 verlor er die meisten seiner Ämter. Nachdem im Jahr 1803 die katholischen Gottesdienste wieder eingeführt worden waren, setzte er hier seine Tätigkeit fort. Nach 50 Jahren Dienst in der gleichen Pfarrei nahm er am 2. Januar 1819 von seinem Beruf als liturgischer Organist Abschied. Weiterlesen

Johannus Rembrandt

Johannus RembrandtDie virtuelle Pfeifenorgel Rembrandt von Johannus umfasst vier Registerbänke mit je 65 Registern. Damit kann der Klang von vier Orgeltypen (Historisch, Barock, Deutsch-Romantisch und Französisch-Symphonisch) wiedergegeben werden. Mit dem Nachhallsystem kann die Akustik von 12 verschiedenen Kirchen und Konzertsälen simuliert werden. Ein ideales Übungsinstrument für eine grosse Bandbreite von Orgelmusik!

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