Archiv der Kategorie: Italien

Italien

Orgelmusik aus Italien und Komponisten, die hauptsächlich in Italien gewirkt haben

Vincenzo Petrali

Vincenzo Antonio Petrali (1830–1889) stammte aus einer sehr musikalischen Familie. Der junge Vincenzo konnte bereits als Elfjähriger seinen Vater an der Orgel vertreten und wirkte als Organist an der Chiesa dell’Ospedale und an der Kirche San Benedetto in Crema. Der Domkapellmeister von Cremona, Stefano Pavesi, gab ihm den ersten Kompositionsunterricht. Sein Vater schickte ihn 1846 für ein Jahr an das Mailänder Konservatorium, wo er Klavier und Komposition studierte. Weiterlesen

Bartolomeo Franzosini

Bartolomeo Franzosini (1768–1853) stammta aus einer berühmten Familie aus Intra am Lago Maggiore. Nach seinem Universitäts- und Kunststudium wurde er 1793 zum Organisten und Kapellmeister der Basilika von San Vittore in Intra ernannt, wo er bis 1839 blieb. In dieser Funktion und auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt war er ein produktiver Komponist von geistlichen, symphonischen und kammermusikalischen Werken und etablierte sich als der grösste Musiker seiner Zeit in der Region Novara.

Sein Ruhm ging weit über die Grenzen seiner Region hinaus: Er erhielt Aufträge u. a. der einflussreichen Familie Borromeo; einige seiner Werke wurden im Archiv des Mailänder Doms gefunden. Franzosinis Musik geriet für lange Zeit in Vergessenheit; erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden einige seiner Werke wieder aufgelegt.

Franzosini war auch Architekt, er entwarf z. B. die Kirche San Rocco in Solcio di Lesa (Beitragsbild)

event Veranstaltungen mit Musik von Bartolomeo Frenzosini

Giovanni Battista Candotti

Giovanni (auch Giovan) Battista Candotti (1809–1876) war ein italienischer Komponist und Organist. Der autodidaktische Musiker war Kapellmeister an der Kathedrale von Cividale del Friuli (Udine, Nordostitalien). Er war noch ein Kind, als er von seiner Familie zum Studium in ein Priesterseminar geschickt wurde. Der grosse Fleiss, den er an den Tag legte, und die raschen Fortschritte sowohl in der Theologie als auch in den literarischen Fächern, brachten ihm eine Reihe von Preisen und Anerkennungen ein und ermöglichten es ihm, seine Studien vorzeitig abzuschliessen. Weiterlesen

Grimoaldo Macchia

Grimoaldo Macchia wurde 1972 in Rom geboren und hat dort an der Arts Academy studiert. Das Conservatorio in Perugia absolvierte er mit Bestnoten in den Fächern Klavier und Komposition. Danach bildete er sich weiter als Organist und Dirigent. Macchia war über 10 Jahre als Musiklehrer am Iunior International Institute und als Organist in der Basiilica dei Santi Bonifacio e Alessio in Rom tätig. Seit 2014 ist Grimoaldo Macchia Organist in Arth, Oberarth und bei der Italienischen Mission in Luzern. Weiterlesen

Andrea Luchesi

Andrea Luchesi – auch Lucchesi – (1741-1801) lebte die erste Hälfte seines Lebens in seiner Heimatstadt Motta di Livenza und in Venedig und die zweiten dreissig Jahre in Bonn. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er von seinem älteren Bruder, welcher Organist war. Mit 15 Jahren zog er nach Venedig, wo er u. a. bei Baldassare Galuppi studierte. Der junge Luchesi war in seiner Heimat berühmt als Organist und Komponist für Orgel- und Cembalomusik. Weiterlesen

Corrado Maria Saglietti

Corrado Maria Saglietti, 1957 in Costigliole d’Asti in Italien geboren, studierte Horn bei G. Zoppi und erhielt sein Diplom mit höchster Auszeichnung. Seit 1977 spielt er im Nationalen RAI Symphonie Orchester in Turin wo er seit 1990 das 1. Horn spielt. Er tritt auch solistisch oder in kammermusikalischen Besetzungen auf. 1986 erhielt er am Turiner Konservatorium das Diplom für Komposition bei Santo Tresca und Gilberto Bosco.

Corrado Saglietti’s Werke sind mit verschiedenen internationalen Kompositionpreisen ausgezeichnet worden und werden erfolgreich von renommierten Solisten und Ensembles gespielt. Er komponierte hauptsächlich Kammermusik für Horn und andere Instrumente. Weiterlesen

Sant'Agostino Padua

Gaetano Valeri

Gaetano Valeri (1760–1822) wurde in Padua geboren. Der Familienname wird auch Valerj geschrieben. Nebst der Musik widmete er sich auch intensiv der Malerei. Der junge Gaetano wurde von Ferdinando Bertoni in Turin unterrichtet. Bertoni war bekannt mit Mozart und so ist es nicht verwunderlich, dass die Musik von Gaetano Valeri stark von der Wiener Klassik geprägt ist. Valeri wirkte als Kapellmeister an der Kirche Sant’Agostino in Padua und verbrachte in dieser Stadt den grössten Teil seines Lebens. Weiterlesen

Enrico Pasini

Enrico Pasini

Enrico Pasini (*1935) wurde in Rom geboren. Als Kind erhielt er Klavieruntericht bei Marcella Palazzi und komponierte schon bald eigene Klavierstücke. 1946 wurde Enrico ins Conservatorio di S. Cecilia aufgenommen und besuchte dort den Unterricht bei Alfredo De Ninno, später bei Rina Rossi.

Auf Drängen seines Vaters studierte er auch Geisteswissenschaften, wandte sich aber später ganz dem Musikstudium zu. Sein wichtigester Lehrer wurde Armando Renzi. Von ihm wurde er ermutigt, seinen eigenen kompositorischen Weg zu gehen. Weiterlesen

Tomaso-Albinoni

Tomaso Albinoni

Tomaso Albinoni (1671–1751) war ein italienischer Komponist und Violinist. Sein Vater Antonio erbte 1684 nach dem Tod seiner Arbeitgeberin deren gesamtes Unternehmen, wodurch die Familie zu beträchtlichem Wohlstand kam. Tomaso Albinoni liess sich zunächst im väterlichen Unternehmen zum Spielkartenhersteller ausbilden und nahm daneben Violin-, Gesangs- und Kompositionsunterricht. 1694 trat er erstmals als Komponist an die Öffentlichkeit, und zwar sowohl mit einer Oper (Zenobia, regina de Palmireni) als auch mit einer Sammlung von Instrumentalwerken (12 Suonate a tre op. 1). Weiterlesen

Giuseppe Gherardeschi

Giuseppe Gherardeschi (1759–1815) ist der bedeutendste Vertreter einer toskanischen Musikerdynastie. Über Generationen hinweg stellte die Familie die Domkapellmeister in der Provinzhauptstadt Pistoia im Norden der Toskana. Vor Giuseppe war bereits sein Vater Domenico Kapellmeister. Bei ihm hatte Guiseppe auch den ersten Musikunterricht. Giuseppes Nachfolger waren dann sein Sohn Luigi und sein Enkel Gherardo.

Giuseppe Gherardeschi zog in jungen Jahren nach Neapel um sich bei Nicola Sala weiterzubilden. Ab 1795 wirkte er wieder in der Heimatstadt, zuerst als Sänger und Musiklehrer, danach als Nachfolger seines Vaters im Amt des Domkapellmeisters. Gherardeschi komponierte hauptsächlich für seine eigene liturgische Praxis. Meistens sind es kürzere Stücke im galanten Stil seiner Zeit, ab und zu mit einem Hang zum Volkstümlichen. Seine Orgelwerke wurden nicht gedruckt, sie sind ausschliesslich als Handschriften überliefert. Weiterlesen