Archiv der Kategorie: Italien

Italien

Orgelmusik aus Italien und Komponisten, die hauptsächlich in Italien gewirkt haben

Andrea Luchesi

Andrea Luchesi – auch Lucchesi – (1741-1801) lebte die erste Hälfte seines Lebens in seiner Heimatstadt Motta di Livenza und in Venedig und die zweiten dreissig Jahre in Bonn. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er von seinem älteren Bruder, welcher Organist war. Mit 15 Jahren zog er nach Venedig, wo er u. a. bei Baldassare Galuppi studierte. Der junge Luchesi war in seiner Heimat berühmt als Organist und Komponist für Orgel- und Cembalomusik. Weiterlesen

Corrado Maria Saglietti

Corrado Maria Saglietti, 1957 in Costigliole d’Asti in Italien geboren, studierte Horn bei G. Zoppi und erhielt sein Diplom mit höchster Auszeichnung. Seit 1977 spielt er im Nationalen RAI Symphonie Orchester in Turin wo er seit 1990 das 1. Horn spielt. Er tritt auch solistisch oder in kammermusikalischen Besetzungen auf. 1986 erhielt er am Turiner Konservatorium das Diplom für Komposition bei Santo Tresca und Gilberto Bosco.

Corrado Saglietti’s Werke sind mit verschiedenen internationalen Kompositionpreisen ausgezeichnet worden und werden erfolgreich von renommierten Solisten und Ensembles gespielt. Er komponierte hauptsächlich Kammermusik für Horn und andere Instrumente. Weiterlesen

Gaetano Valeri

Sant'Agostino Padua

Die Kirche Sant’Agostino in Padua

Gaetano Valeri (1760–1822) wurde in Padua geboren. Der Familienname wird auch Valerj geschrieben. Nebst der Musik widmete er sich auch intensiv der Malerei. Der junge Gaetano wurde von Ferdinando Bertoni in Turin unterrichtet. Bertoni war bekannt mit Mozart und so ist es nicht verwunderlich, dass die Musik von Gaetano Valeri stark von der Wiener Klassik geprägt ist. Valeri wirkte als Kapellmeister an der Kirche Sant’Agostino in Padua und verbrachte in dieser Stadt den grössten Teil seines Lebens. Weiterlesen

Enrico Pasini

Enrico PasiniEnrico Pasini (*1935) wurde in Rom geboren. Als Kind erhielt er Klavieruntericht bei Marcella Palazzi und komponierte schon bald eigene Klavierstücke. 1946 wurde Enrico ins Conservatorio di S. Cecilia aufgenommen und besuchte dort den Unterricht bei Alfredo De Ninno, später bei Rina Rossi.

Auf Drängen seines Vaters studierte er auch Geisteswissenschaften, wandte sich aber später ganz dem Musikstudium zu. Sein wichtigester Lehrer wurde Armando Renzi. Von ihm wurde er ermutigt, seinen eigenen kompositorischen Weg zu gehen. Weiterlesen

Tomaso Albinoni

Tomaso-AlbinoniTomaso Albinoni (1671–1751) war ein italienischer Komponist und Violinist. Sein Vater Antonio erbte 1684 nach dem Tod seiner Arbeitgeberin deren gesamtes Unternehmen, wodurch die Familie zu beträchtlichem Wohlstand kam. Tomaso Albinoni liess sich zunächst im väterlichen Unternehmen zum Spielkartenhersteller ausbilden und nahm daneben Violin-, Gesangs- und Kompositionsunterricht. 1694 trat er erstmals als Komponist an die Öffentlichkeit, und zwar sowohl mit einer Oper (Zenobia, regina de Palmireni) als auch mit einer Sammlung von Instrumentalwerken (12 Suonate a tre op. 1). Weiterlesen

Giuseppe Gherardeschi

Tronci-Orgel von 1793 im Dom von Pistoia, dem Wirkungsort von Giuseppe Gherardeschi

Tronci-Orgel von 1793 im Dom von Pistoia, dem Wirkungsort von Giuseppe Gherardeschi

Giuseppe Gherardeschi (1759–1815) ist der bedeutendste Vertreter einer toskanischen Musikerdynastie. Über Generationen hinweg stellte die Familie die Domkapellmeister in der Provinzhauptstadt Pistoia im Norden der Toskana. Vor Giuseppe war bereits sein Vater Domenico Kapellmeister. Bei ihm hatte Guiseppe auch den ersten Musikunterricht. Giuseppes Nachfolger waren dann sein Sohn Luigi und sein Enkel Gherardo.

Giuseppe Gherardeschi zog in jungen Jahren nach Neapel um sich bei Nicola Sala weiterzubilden. Ab 1795 wirkte er wieder in der Heimatstadt, zuerst als Sänger und Musiklehrer, danach als Nachfolger seines Vaters im Amt des Domkapellmeisters. Gherardeschi komponierte hauptsächlich für seine eigene liturgische Praxis. Meistens sind es kürzere Stücke im galanten Stil seiner Zeit, ab und zu mit einem Hang zum Volkstümlichen. Seine Orgelwerke wurden nicht gedruckt, sie sind ausschliesslich als Handschriften überliefert. Weiterlesen

Domenico Zipoli

Il Gesù, die Jesuitenkirche in Rom

Il Gesù, die Jesuitenkirche in Rom, an der Zipoli einige Jahre Organist war

Domenico Zipoli (1688–1726) war ein italienischer Komponist und Organist. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er bei den Kapellmeistern der Kathedrale von Prato. Dank finanzieller Unterstützung durch einen Großherzog konnte Zipoli später in Florenz und Rom studieren.

In Rom war Domenico Zipoli bis 1716 Organist an der Jesuitenkirche. Während dieser Zeit komponierte er seine ersten Messen und Oratorien und lernte die Werke Bernardo Pasquinis kennen. 1716 veröffentlichte Zipoli seine Sonate d’Intavolatura per Organo e Cimbalo. Diese Sammlung von Versetten, Canzonen und Suiten erreichte eine grosse Verbreitung. Weiterlesen

Giovanni Salvatore

Piazza San Gaetano mit der Kirche San Lorenzo Maggiore, Zeichnung von Vianelli, um 1845

Piazza San Gaetano mit der Kirche San Lorenzo Maggiore, Zeichnung um 1845

Giovanni Salvatore (ca.1620–ca.1688) war ein neapolitanischer Komponist und Organist. Giovanni Salvatore wurde in Castelvenere (ca. 60 km nördlich von Neapel) geboren  und studierte bei Giovanni Maria Sabino und Erasmo di Bartolo am Conservatorio della Pietà dei Turchini in Neapel. Giovanni Salvatore wirkte zeitlebens in Neapel, er war zuerst erster Organist an der Kirche Santi Severino e Sossio, danach Kapellmeister an der Kirche San Lorenzo Maggiore. Von 1662 bis 1673 lehrte er am Conservatorio della Pietà dei Turchini, später wechselte er als Kapellmeister ans Conservatorio dei Poveri di Gesù Cristo. Weiterlesen

Maria Teresa Agnesi Pinottini

Maria Teresa Agnesi PinottiniMaria Teresa Agnesi Pinottini (1720–1795) war eine italienische Komponistin und Cembalistin. Die jüngere Schwester der Mathematikerin Maria Gaetana Agnesi wurde als drittes Kind des von Pietro Agnesi di Monteviglia in Mailand geboren. Auf ihr musikalisches Talent wurde man bald aufmerksam und sie wurde Schülerin des Geigers und Komponisten Carlo Zuccari. Einer ihrer Mitschüler war Giorgio Giulini, der sich später an der Gründung der „Accademia dei Trasformati“ beteiligte, wo Agnesi auch Mitglied wurde. Bei ihren Auftritten als Cembalistin führte sie hauptsächlich Werke von Jean-Philippe Rameau auf.

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Barbara Strozzi

Barbara StrozziBarbara Strozzi (1619–1677) wurde in Mailand geboren. Sie war Adoptivtochter und wahrscheinlich die leibliche Tochter des Juristen, Dichters und Librettisten Giulio Strozzi. Dieser gründete 1637 die „Accademia degli Unisoni“, vor deren Mitgliedern Barbara Strozzi rezitierte und eigene Werke sang. Sie vertonte Texte ihres Vaters und anderer Mitglieder venezianischer Akademien. Ihre musikalischen Lehrer waren neben ihrem Vater auch Francesco Cavalli und Marc‘ Antonio Cesti. Weiterlesen