Giovanni Battista Candotti

Giovanni (auch Giovan) Battista Candotti (1809–1876) war ein italienischer Komponist und Organist. Der autodidaktische Musiker war Kapellmeister an der Kathedrale von Cividale del Friuli (Udine, Nordostitalien). Er war noch ein Kind, als er von seiner Familie zum Studium in ein Priesterseminar geschickt wurde. Der grosse Fleiss, den er an den Tag legte, und die raschen Fortschritte sowohl in der Theologie als auch in den literarischen Fächern, brachten ihm eine Reihe von Preisen und Anerkennungen ein und ermöglichten es ihm, seine Studien vorzeitig abzuschliessen..

Candotti förderte eine Reform der vokalen Kirchenmusik, indem er Formen der Oper abschaffte, die zu dieser Zeit in den Kirchen Italiens stark verbreitet waren. In seinen Orgelwerken begegnet man trotzdem oft der Rossinischen und opernhaften Einflüsse, die in jenen Jahren sehr in Mode waren.

In der zweiten Periode seines Lebens war Candotti selbst gegenüber seiner eigenen Musik sehr kritisch. Bei der Erstellung seines Werkverzeichnisses vermerkte er neben vielen seiner frühen Werke auch sarkastische Kommentare über die mindere Qualität der frühen Stücke.

Orgelwerke von Giovanni Battista Candotti

Der Verlag Armelin hat 10 Hefte mit Orgelwerken herausgegeben:

  • Opere per Organo, vol. 1: Sinfonie (1-8)
  • Opere per Organo, vol. 2: Sinfonie (9-16)
  • Opere per Organo, vol. 3: Sinfonie (17-25)
  • Opere per Organo, vol. 4: Sonate (Prima Parte)
  • Opere per Organo, vol. 5: Sonate (Seconda Parte)
  • Opere per Organo, vol. 6: Sonate (Terza Parte)
  • Opere per Organo, vol. 7: Pastorali e pezzi per il Natale
  • Opere per Organo, vol. 8: Ultime Composizioni
  • Opere per Organo, vol. 9: Marcie
  • Opere per Organo, vol. 10: Versetti e Altre Composizioni