Friedrich Wilhelm Zachow

Halle um 1500, mit der Gertrudenkirche und der Marienkirche, Friedrich Wilhelm Zachow

Halle um 1500, mit der Gertrudenkirche und der Marienkirche, dem Wirkungsort Zachows

Friedrich Wilhelm Zachow (1663–1712) erhielt seinen ersten Unterricht wohl bei seinem Vater. Er besuchte später wahrscheinlich die Leipziger Thomasschule. 1675 nahm er eine Stelle als Stadtpfeifer in Eilenburg an der Mulde an, 1684 wurde er zum Organisten der Marktkirche Unser Lieben Frauen (Marienkirche) in Halle gewählt. Er blieb bis zu seinem Tod in diesem bedeutenden Amt.

Neben dem Orgeldienst gehörte zu diesem bedeutendsten musikalischen Amt Halles auch die Leitung der Kirchenmusiken mit dem hallischen Stadtchor und den Stadtmusikanten und die Direktion des städtischen Chorus musicus. Zu seinen zahlreichen Schülern zählten Georg Friedrich Händel und Johann Krieger.

Orgelwerke von Friedrich Wilhelm Zachow

Zachow war ein wichtiger Vertreter der mitteldeutschen Orgelkunst zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der grösste Teil seiner Orgelwerke bilden Choralbearbeitungen:

  • 51 Choralvorspiele
  • 2 Choralpartiten («Jesu, meine Freude», «Nun komm, der Heiden Heiland»)
  • 4 Präludien und Fugen
  • 3 Präludien, Fantasia, Capriccio
  • 3 Fugen
  • Suite h-Moll

Von Zachows vokaler Kirchenmusik sind 14 Kantaten und eine Messe über den Choral «Christ lag in Todesbanden» überliefert, ferner ein Trio F-Dur für Flauto traverso, Fagott und Basso continuo.

Klangbeispiel

Aufnahme: Ref. Kirche Rothrist 2012

event Veranstaltungen mit Musik von Friedrich Wilhelm Zachow