Schlagwort-Archive: Jubilare 2012

Komponisten, die im Jahre 2012 einen runden Geburtstag oder Todestag haben

John Stanley

John StanleyCharles John Stanley (1712–1786) erblindete nach einem Unfall im Alter von zwei Jahren. Er begann sein Musikstudium bei Maurice Greene im Alter von sieben Jahren. Bereits mit elf Jahren bekam er seine erste Organistenstelle in London. Er schloss sein Studium mit siebzehn Jahren ab als jüngste Person, die jemals an der Oxford University einen Bachelor of Music erlangte.

Als blinder Musiker verfügte er über ein phänomenales Gedächtnis. Musste er ein neues Oratorium begleiten, spielte ihm seine Schwägerin das ganze Werk vor und er konnte es beim ersten Anhören memorieren.

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Friedrich Wilhelm Zachow

Halle um 1500, mit der Gertrudenkirche und der Marienkirche, Friedrich Wilhelm Zachow

Halle um 1500, mit der Gertrudenkirche und der Marienkirche, dem Wirkungsort Zachows

Friedrich Wilhelm Zachow (1663–1712) erhielt seinen ersten Unterricht wohl bei seinem Vater. Er besuchte später wahrscheinlich die Leipziger Thomasschule. 1675 nahm er eine Stelle als Stadtpfeifer in Eilenburg an der Mulde an, 1684 wurde er zum Organisten der Marktkirche Unser Lieben Frauen (Marienkirche) in Halle gewählt. Er blieb bis zu seinem Tod in diesem bedeutenden Amt.

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Wilhelm Volckmar

Wilhelm VolckmarWilhelm Valentin Volckmar (1812–1887) war Schüler seines Vaters Adam Valentin Volckmar, welcher seinerseits Schüler von Johann Gottfried Vierling war. Dieser wiederum war Schüler Johann Philipp Kirnbergers. Somit lässt sich eine durchgehende Lehrer-Schüler Beziehung bis zu Johann Sebastian Bach zurück verfolgen (Bach – Kirnberger – Vierling – Volckmar).

Wilhelm Volckmar veröffentlichte zahlreiche Orgelwerke, eine Orgelschule und viele musiktheoretische Schriften. Die meisten seiner Kompositionen gerieten in Vergessenheit. Weiterlesen

Léon Boëllmann

Léon BoëllmannLéon Boëllmann (1862–1897) ist der wohl berühmteste Orgelkomponist elsässischer Abstammung. Er studierte in Paris und blieb bis zu seinem frühen Tode in der französischen Metropole. Als Pianist und Organist war er weit über Paris hinaus bekannt. Sein bekanntestes Orgelwerk ist die Suite Gothique op. 25, die er zur Einweihung der Orgel in der Kathedrale Dijon komponierte.

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Jan Pieterszoon Sweelinck

Jan_Pieterszoon_SweelinckJan Pieterszoon Sweelinck (1562–1621) hat vermutlich bei Joseph Zarlin (Gioseffo Zarlino) in Venedig studiert. Er übte als Organist an der Oude Kerk in Amsterdam grossen Einfluss auf die Norddeutsche Orgelschule des 17. Jahrhunderts aus. Schüler des „deutschen Organistenmachers“ waren u. a. Heinrich Scheidemann und Samuel Scheidt.

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