Philipp Wolfrum

Philipp Wolfrum (1854–1919) wurde in Schwarzenbach am Wald, Oberfranken, geboren. Bereits in jungen Jahren erlernte er das Orgelspiel und vertrat seinen Vater bereits als Neunjähriger an der Orgel. Auch sein jüngerer Bruder Karl wurde Organist und Komponist.

Er studierte ab 1876 als Schüler von Joseph Rheinberger in München. 1878 wurde er Seminarmusiklehrer in Bamberg, 1884 Dozent und 1894 Universitätsmusikdirektor in Heidelberg, wo er 1898 zum Professor ernannt wurde. Wegen einer Nierenerkrankung begab er sich 1919 zu einer Kur nach Samedan (Oberengadin). Er starb an dieser Krankheit und wurde noch in Samedan beigesetzt.

Orgelwerke von Philipp Wolfrum

Wolfrum komponierte überwiegend Orgelmusik, die wichtigsten Werke sind:

  • Sonate in b-Moll op. 1 (Joseph Rheinberger gewidmet) über Choralmelodien (1878)
  • Zweite Sonate in E-Dur op. 10 (1880)
  • Dritte Sonate in f-Moll, op. 14 (1883)
  • 9 Orgelvorspiele zu Kirchenmelodien op. 25 (1887)
  • 6 Orgelvorspiele zu Kirchenmelodien op. 27 (1888)
  • 3 Tondichtungen für Orgel op. 30 (1898)
  • 41 Choralvorspiele (ca. 1885)

Beitragsbild: Gedenktafel für Philipp Wolfrum in der Peterskirche in Heidelberg