Johann Pachelbel

Johann Pachelbel

Johann Pachelbel (1653–1706) war ein deutscher Komponist und Organist. Er fiel schon früh durch seine musikalische und wissenschaftliche Begabung auf. Das Studium an der Universität Altdorf bei Nürnberg musste er im Jahre 1669 nach nur neun Monaten aufgeben, da sein Vater in finanzielle Probleme geriet und sein Haus verpfänden musste. Johann Pachelbel besuchte in der Folgezeit das lutherische Gymnasium Poeticum in Regensburg, 1673 ging er nach Wien.

Johann Pachelbel wurde 1677 herzoglicher Hoforganist in Eisenach und lernte dort die Familie Bach kennen. 1678 wechselte er als Organist an die Predigerkirche nach Erfurt, hier gab er dem älteren Bruder Johann Sebastian Bachs, Johann Christoph Bach, Orgelunterricht. In Erfurt heiratete Johann Pachelbel 1681 Barbara Gabler, die ebenso wie ihr gemeinsamer Sohn im Oktober 1683 an der Pest starb. Bereits im Folgejahr heiratete er Juditha Dommer, die Tochter eines Kupferschmieds. Sie bekamen sieben Kinder, darunter die Malerin Amalia Pachelbel sowie die Söhne Wilhelm Hieronymus und den nach Amerika ausgewanderten Carl Theodorus, die ebenfalls Musiker waren.

Johann Pachelbel wechselte 1690 nach Stuttgart in die Dienste der Herzogin Magdalena Sibylla. Bereits 1692 floh er vor einer drohenden französischen Invasion nach Nürnberg. Im Anschluss daran wirkte er als Stadtorganist an der Augustiner- und Margarethenkirche in Gotha. 1695 ging er zurück in seine Heimatstadt Nürnberg, wo er als Organist von St. Sebald Nachfolger des verstorbenen Georg Caspar Wecker wurde. Hier starb er im Alter von 52 Jahren am 3. März 1706. [de.wikipedia.org/wiki/Johann_Pachelbel]

Pachelbel war einer der wichtigsten Vertreter der süddeutschen Orgeltradition im 17. Jahrhundert.

Orgelwerke von Johann Pachelbel

  • ca. 70 Choralbearbeitungen
  • 8 Choralpartiten
  • 11 Arien mit Variationen
  • 14 Toccaten mit obligatem Pedal
  • 32 Fugen
  • 90 Magnificat-Fugen
  • 8 Ciaconen
  • 6 Fantasien

Viele Werke sind ohne obligates Pedal geschrieben, da in Johann Pachelbels Wirkungsstätten meist kleinere Orgeln zur Verfügung standen.