Orgelmusik aus Brasilien

Der Schwerpunkt Brasilien umfasst:

  1. Beiträge über einzelne Komponisten
  2. Orgelwerke brasilianischer Komponist:innen (Diese Seite)
  3. Geschichte des Orgelbaus und der Kirchenmusik in Brasilien
  4. Komponisten vokaler Kirchenmusik

Beitragsbild: Die neue Orgel der Evangelischen Kathedrale in São Paulo, Brasilien


Die Zeit vor 1850

Aus dieser Zeit sind keine originalen Orgelwerke brasilianischer Komponisten bekannt. Die Organisten waren in der Regel immigrierte Ordensleute und sie spielten die ihnen bekannte Musik, meist aus Portugal und Spanien. Girolamo Frescobaldi war als Organist des Petersdoms in Rom hoch angesehen, seine Musik war auch in den Kolonialgebieten Lateinamerikas verbreitet. Da die meisten Orgeln über kein Pedal verfügten, wurde auch Musik für beliebige Tasteninstrumente gespielt. Beispiele für Cembalo- und Klaviermusik aus Brasilien:

Luís Álvares Pinto (1719 – 1789)  → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

Drei Bicinien aus «Lição de solfejo» (Solfège-Unterricht)

José Maurício Nunes Garcia (1767 – 1830) → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

Fantasia 4 aus «Método de pianoforte» (Klavierschule)

Im 19. Jahrhundert wurden bei den Organisten Bearbeitungen populärer Melodien aus Oper und Volksmusik zunehmend beliebt – eine Entwicklung, die auch in Europa zu beobachten war (u. a. in Norditalien und Paris). Der irische Reisende Robert Walsh berichtete, dass er im Jahr 1828 in Tiradentes (Bundesstaat Minas Gerais, Brasilien) eine Messe besuchte, in der der Organist Pater Lauriano zu seinem Erstaunen einige «Landtänze» und Märsche aus Deutschland spielte, die ihm ein Freund aus Rio de Janeiro geschickt hatte.

Sigismund von NeukommSigismund Neukomm (1778 – 1858) → musicabrasilis.org.br

Neukomm lebte von 1816 bis 1821 in Rio de Janeiro, sein Name taucht deshalb oft in Verzeichnissen brasilianischer Komponisten auf. In dieser Zeit komponierte er ca. 60 Werke, darunter geistliche Vokalmusik, Märsche für verschiedene Besetzungen, Klaviermusik und Klavierlieder. Neukomm ist der Autor der ersten klassischen Stücke, die von brasilianischen Volksmusikgenres inspiriert sind: dem Lundu und der Modinha. Als Organist hatte er allerdings wenig Bedeutung für Brasilien. Seine Werke für Orgel und Harmonium entstanden ab ca. 1830, die meisten in Paris. → weiterlesen

Die Zeit nach 1850

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt es eine Anzahl Komponisten, die gelegentlich für die Orgel komponierten, viele von ihnen stammen aus dem kirchlichen Umfeld. Einige Orgelwerke wurden durch die Anthologie «Les Maîtres Contemporains de l’Orgue», Paris 1912–1914 auch in Europa bekannt. Diese Sammlung von 600 Orgelwerken enthielt auch Stücke aussereuropäischer Komponisten, die in Paris studiert hatten, z.B. Prélude et Fugue, und Offertoire von Alberto Nepanuceno.

Kompositionen für die Orgel waren und sind bis heute eine Randerscheinung in Brasilien, die Hauptgründe: Es gab nur in grösseren Orten Kirchenorgeln, viele davon in einem schlechten Zustand und in der katholischen Kirche wurde bis weit ins 20. Jahrhundert hinein nur liturgisch konforme Orgelmusik geduldet. Geistliche Musik für Chor und Orchester hatte immer einen höheren Stellenwert als die Orgelmusik. Siehe die Liste von Komponisten geistlicher Vokalmusik.

Die von Pater João Batista Lehman 1947 veröffentlichte Sammlung «O Órgão Festivo» enthält einzelne Werke brasilianischer Komponisten und allerlei ausgewählte Stücke alter und neuer Komponisten, die für die Liturgie empfohlen wurden. Diese Sammlung gibt Einblick in die bis weit über die Mitte des 20. Jahrhundert hinaus gespielte gottesdienstliche Literatur. Diese Sammlung wurde bei IMSLP publiziert. Viele Kompositionen verlangen kein obligates Pedal, weil an vielen Orten das Harmonium die nicht vorhandene oder nicht mehr spielbare Orgel ersetzte.

Die einzelnen Komponist:innen und ihre Orgelwerke (soweit bekannt)

Die Hauptquellen für die Angaben in dieser Aufzählung:

  • Dissertation von Dorotéa Machado Kerr «Possíveis causas do declínio do órgão no Brasil» – «Mögliche Ursachen für den Rückgang der Orgel in Brasilien»; Rio de Janeiro 1985.
    Download Teil I Dissertation: → calameo.com, Teil II Orgelverzeichnis → calameo.com
  • Webseite des gemeinnützigen Vereins «Musica Brasilis», der 2009 von Rosana Lanzelotte gegründet wurde. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Repertoire brasilianischer Komponisten aller Epochen und Genres zu bewahren und zu verbreiten.
    → musicabrasilis.org.br

Henrique Oswald (1852 – 1931) → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

  • Sonate für Orgel, Ricordi 1931
    aufgenommen von José Luís de Aquino → youtube.com
  • Einige Präludien und Fugen
  • Aria in «Les Maîtres Contemporains de l’Orgue», Vol.6 und in «Freie Orgelmusik des 19. Jh.» Band 3 (Völkl)

Oswald war Sohn einer schweizerisch/italienischer Auswandererfamilie. Pianist, Komponist und Diplomat. Er komponierte ein Requiem, drei Opern, zahlreiche Orchester- und Klavierwerke.

José Cândido da Gama Malcher (1853 – 1921) → pt.wikipedia.org

  • Marcha Nupcial (Hochzeitsmarsch)

Ingenieur und Musiker, Opernkomponist, bekannt als Bearbeiter der Hymne des Bundsstaates Pará.

Alberto Nepomuceno (1864 – 1920) → musicabrasilis.org.br→ imslp.org / → free-scores.com

  • Prélude et Fugue (Orgel oder Harmonium) 1912
  • Offertoire (Orgel) 1912
  • Prece (Prayer) arr. Antonia Silva (ursprünglich für Klavier)
  • Tem Misericórdia (Kyrie) arr. João Wilson Faustini

Ab 1880 lebte Nepomuceno in Europa und studierte in Rom, Deutschland und in Paris bei F. A. Guilmant. Ab 1895 war er der erste Orgellehrer am Instituto Nacional de Música in Rio de Janeiro. Die beiden originalen Orgelwerke wurden in der Sammlung «Les Maîtres Contemporains de l’Orgue», Band VI und VII, Paris 1914 veröffentlicht.

Silvio Deolindo Fróes (1864 – 1948) → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

  • Petit hymne à Ste. Anne Op. 11.1
  • Prélude Op. 11.2
  • Postludium Op. 11.3

Fróes war Ingenieur, Mathematiker, Philologe, Dichter, Komponist, Dirigent, Arrangeur, Orchestrator, Musiker, Lehrer und Autor von Artikeln für Zeitschriften und Zeitungen im In- und Ausland. Sein Vermächtnis brachte ihm mehrere Auszeichnungen ein, darunter das Buch „Fróes, um Notável Músico Baiano” (Fróes, ein bemerkenswerter Musiker aus Bahia) und eine CD, die einen Teil seiner wertvollen Sammlung von 13 Kompositionen rettete.

Antônio Francisco Braga (1868 – 1945) → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

  • Improviso
  • Prelúdio Pastoral
  • Offertoire (in «Les Maîtres Contemporains de l’Orgue», Band V)

Komponist und Dirigent, widmete einen großen Teil seines Werks den Blaskapellen. Als Professor am Nationalen Institut für Musik war er einer der aktivsten Dirigenten seiner Zeit. Mit dem Dirigat seiner symphonischen Dichtung Insônia weihte er 1909 das Stadttheater von Rio de Janeiro ein. Er schrieb mehrere patriotische Hymnen, von denen Hino à Bandeira (1906) mit einem Text von Olavo Bilac die bekannteste ist.

Pater João Batista Lehmann (1873 – 1955) → imslp.org

  • «Antologia» – 250 peças para o Harmônio em todas as tonalidades e uma tabela de modulações. 250 Stücke für das Harmonium in allen Tonarten und eine Modulationstabelle. Erschienen im Verlag Lar católico, Juiz de Fora, Minas Gerais, Brasilien (frühes 20. Jh.)
    Diese Harmoniumschule enthält sehr kurze Stücke, durchschnittlich eine halbe Seite lang. Ca. 40 Stücke hat Lehman selber geschrieben. Die übrigen sind aus pädagogischen Sammlungen europäischer Komponisten wie Führer, Rinck, etc.
  • «Órgão Festivo», erschienen 1947 in Juiz de Fora, Minas Gerais, Brasilien. Sammlung von 56 Stücken für feierliche Gottesdienste, Hochzeiten, Erstkommunion und andere Anlässe, zusammengestellt auf Initiative und mit Genehmigung der Erzdiözese Rio de Janeiro durch Pater João Batista Lehman.
    Dieser Band enthält für die katholische Liturgie passende Stücke alter und neuer Komponisten. Sie enthält auch einige Werke brasilianischer Komponisten:

    • Nr. 12 Preludio G von João Batista Lehmann
    • Nr. 15+16 Preludio+Fuga G von Newton Padua
    • Nr. 37 Fughetta F von Pedro Sinzig
    • Nr. 44 Preludio Am von João Batista Lehmann

Lehmann war auch der Herausgeber von «HARPA DE SIÃO» (Zionsharfe), einer Sammlung von über 200 ein- oder mehrstimmigen Gesängen mit Harmoniumbegleitung. Die erste Auflage wurde 1923 in Mariana herausgegeben, weitere Auflagen und Erweiterungen folgten bis in die neuere Zeit. Vorwort zur vierten Auflage von 1961:

Wir präsentieren der Öffentlichkeit eine weitere Auflage dieses unvergänglichen Werks des verstorbenen Pater João Bátista Lehmann S. V. D. Sie wurde um einen Anhang mit acht Weihnachtsliedern, der Schubert-Messe und der Messe zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit ergänzt, die vom ebenfalls verstorbenen Pater Jorge Braun S. V. D. verfasst wurde.

Wir hoffen, dass die HARPA DE SIÃO in ihrer jetzigen Form dazu beiträgt, „den Gottesdienst in unseren Kirchen zu verschönern und die Gläubigen zu erbauen”, wie es der Wunsch ihres Autors war.

Die Sammlungen «Órgão Festivo» und «HARPA DE SIÃO» geben einen guten Einblick in die Praxis der liturgischen Musik in der katholischen Kirchen Brasiliens im ganzen 20. Jahrhundert.

Padre Pedro Sinzig (1876 – 1952) → franciscanos.org.br

  • Laudes in Organo
  • festliche Stücke für Harmonium oder Orgel
  • zahlreiche Präludien für Orgel
  • Fughetta F in der Sammlung «Órgão Festivo» von João Batista Lehman

Frei Pedro wurde in Linz am Rhein geboren. 1898, am Vorabend seiner Priesterweihe in Bahia, wurde er als brasilianischer Staatsbürger eingebürgert. Er gehörte zur Gruppe der ersten deutschen Franziskaner. Er komponierte Oratorien und Messen, aber auch folkloristische Musik. In den letzten drei Jahren seines Lebens arbeitete er an der Oper “Bruder Antônio”, die anlässlich der Feierlichkeiten zur Gründung von São Paulo im Jahr 1954 aufgeführt werden sollte.

Fúrio Franceschini (1880 – 1976) → eigener Beitrag

Franceschini war der brasilianische Komponist, der im 20. Jahrhundert die meisten Stücke für Orgel schrieb. Seine Kompositionen zeugen von einer grossen Vertrautheit mit dem Instrument.
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Glauco Velásquez (1884 – 1914) → musicabrasilis.org.br / → imslp.org

  • Impromptu  para órgão ou harmônico
  • Quatro peças para órgão ou harmônico
    Preludio – Intermezzo – Coral – Final

Trotz seinem kurzen Leben wurde Velásquez von seinen Zeitgenossen als einer der talentiertesten brasilianischen Komponisten angesehen. Er hinterliess 123 Kompositionen, viele für Klavier und Gesang, und eine unvollendete Oper. Nach seinem frühen Tod gründeten Komponistenkollegen die Glauco-Velasquez-Gesellschaft, um sein Werk bekannt zu machen. Sein für die damalige Zeit neuer Stil zeichnete sich durch kühne Harmonien aus. Dies zeigt sich auch in diesen vier charakteristischen Orgelstücken. Sie erschienen erstmals im Band VI der Sammlung «Les Maîtres Contemporains de l’Orgue», Paris 1914.

Dom Plácido Guimarães de Oliveira (1886 – 1964) → pt.wikipedia.org

  • Contemplação e Invocação (1939)
  • Cantilena de Natal, op. 12 (1939)
  • Visão, op. 12 (1940)
  • Visão do Céu (Vision des Himmels), op. 13
  • Idylio de Natal, op. 16 (1940)
  • As Vozes do Santuário (Die Stimmen des Heiligtums) (1943)
  • Fuge für 4 Stimmen “Confirma hoc Deus”, op. 38 (1952)
  • Präludium und Fuge, op. op. 69 (1960)
  • Toccata und Fuge, op. 79 (1964)

Organist des Klosters São Bento in Rio de Janeiro

Lycia de Biase Bidart (1910 – 1991) → pt.wikipedia.org

  • Rimas para São Francisco
  • Andante Giulivo para órgão

Zwei unveröffentlichte Manuskripte der bedeutenden Pianistin und Dirigentin

Ângelo Camin (1913 – 1986) → bach-cantatas.com

  • Alla Marcia
  • Égloga (incomplete)
  • Paisagem (1961)
  • Paráfrase sobre a comúnia Quotiescumque (1962) *
  • Prelúdio para órgão (1963) *
  • Prelúdio sobre o nome ‘Syme Salgado’
  • Scherzino (1945)
  • Scherzo em fa menor para órgão (1961)
  • Sonata em sol maior (a brasileira) (incomplete)
  • Sonata em sol menor (imcomplete)
  • Scherzo em fa menor (1961) *

* aufgenommen von José Luís de Aquino → youtube.com

Der brasilianische Organist, Lehrer und Komponist Angelo Camin studierte an der Musikakademie von São Paulo bei Fúrio Franceschini. Angelo Camin war Organist des beeindruckenden Teatro Municipal in der Innenstadt von São Paulo. Er war einer der führenden Lehrer und Organisten Brasiliens. Trotz einer Fingerverletzung hatte er eine brillante Karriere als Konzertmusiker. Er lehrte an der Universität von Rio de Janeiro.

Padre José Geraldo de Souza (1913 – 2006) → academia.brasil-europa.eu

  • Meditation

Geboren in São Paulo, 1940 in São Paulo zum Priester geweiht, langjähriger Präsident der Brasilianischen Gesellschaft für Musikwissenschaft

Cacilda Borges Barbosa (1914 – 2010) → musicabrasilis.org.br

  • Tríptico für Orgel

Als Schülerin von Francisco Braga arbeitete Cacilda in den 1930er und 1940er Jahren mit Villa-Lobos als Leiter des von ihm gegründeten Musikdienstes von Rio de Janeiro zusammen. Bei dieser Gelegenheit dirigierte sie einen Chor, der aus 40.000 Schülern öffentlicher Schulen bestand. Sie ist Autorin didaktischer Werke wie „Educação musical através do teclado“, u. a. in Zusammenarbeit mit Maria de Lourdes Junqueira Gonçalves.

Padre José Penalva (1924 – 2002) → pt.wikipedia.org

  • Prelúdio singelo 1955
  • Álbum de estudos, 1948-1956
  • Mozarábica 1950-1955

Insgesamt sind von ihm 9 Orgelwerke bekannt.

Ernst Mahle (1929 – 2025) → eigener Beitrag 

Ernst Mahle (1929–2025) war ein deutsch-brasilianischer Musikpädagoge, Dirigent und Komponist. Mahle liess sich in Piracicaba nieder und wurde einer der Gründer der dortigen Musikschule. Dort war er als künstlerischer Leiter, Lehrer und Dirigent des Kammer- und Sinfonieorchesters sowie des Kammerchors tätig.
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Silvio Baccarelli-Aboio (1931 – 2019) → agenciabrasil.ebc.com.br

  • Pastoral 1982
  • Introitus 1983

Baccarelli wurde v.a. bekannt als Chordirigent.

João Wilson Faustini (1931 – 2023) → eigener Beitrag

Faustini war ein brasilianischer presbyterianischer Pastor, Chorleiter, Organist, Sänger, Komponist, Übersetzer, Arrangeur und Herausgeber der grössten Sammlung evangelikaler religiöser Musik in portugiesischer Sprache. Er lebte teils in den USA, teils in Brasilien.
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Monsenhor Guilherme Schubert (*1938)

  • Suite Nupcial (1958)

Komponist und Priester, geboren in Wien, wurde 1950 brasilianischer Staatsbürger.

Calimerio Soares (1944 – 2011) → eigener Beitrag

Der Komponist, Cembalist und Organist wurde in São Sebastião do Paraiso, Minas Gerais (Brasilien) geboren. Er studierte Orgel bei Mallory W. Bransford in den Vereinigten Staaten und Cembalo bei Andrew Wilson-Dickson in Wales. Während seiner beruflichen Laufbahn gründete er mehrere Ensembles für Alte Musik sowie Ensembles für zeitgenössische Musik.
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Amaral Jose Carlos Vieira (*1952) → eigener Beitrag

Vieira wurde in São Paulo geboren und studierte Klavier bei Souza Lima und Komposition bei Artur Hartmann in Brasilien. Später studierte er am Pariser Konservatorium bei Lucette Descaves und Olivier Messiaen, an der Freiburger Musikhochschule bei Carl Seeman und Konrad Lechner und in Grossbritannien bei Louis Kentner.
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Miriam Carpinetti (*1954) → unicamp.academia.edu

  • Ein’ feste Burg
  • Christus, der ist mein Leben
  • Fantasia Breve
  • Prelude No 1 On BWV 939 bass
  • Erbarm dich mein, O Herre Gott (auch in The Oxford Book of Organ Music by Woman Composers)

Miriam Carpinetti ist Organistin, Dirigentin und Komponistin und arbeitet als Instrumentalistin, Lehrerin und Herausgeberin von Fachzeitschriften. Für die Verbreitung zeitgenössischer brasilianischer Werke im Ausland erhielt sie die von der AMB verliehene Villa-Lobos-Medaille. Sie ist Finalistin des Internationalen Kompositionswettbewerbs für Orgel solo (London, 2017) und ihre Werke wurden in Brasilien und im Ausland aufgeführt.

Cecílio Handel (*1963) → musicabrasilis.org.br

  • Toccata brevis 2009
  • Prelude for organ 2009
  • Fanfarra real para órgão e trompetes 2009
  • Baião para órgão

Der Organist und Komponist Handel spezialisierte sich an der UEMG auf brasilianische Musik und promovierte an der Universität Coimbra. Seine Forschungen befassen sich mit dem Bau iberischer und brasilianischer Orgeln. Seine Kompositionen wurden in Brasilien, den Vereinigten Staaten und Europa aufgeführt. Händel wurde mit dem Orden für kulturelle Verdienste Carlos Gomes (2018) und der Medaille des Freundes der Marine (2020) ausgezeichnet.