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Epochen der Orgelmusik

Bei mixtur.ch finden Sie Informationen zu Komponisten und ihren Orgelwerken seit dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

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Anna Laura Page

Anna Laura Page (*1943) ist in Louisville, Kentucky, geboren. Sie hat ihren Bachelor und Master an der University of Kentucky gemacht. Sie ist als Komponistin, Dozentin und Organistin aktiv und war Mitglied des Musikkomitees des Southern Baptist Hymnal (1991). Mehrere Jahre hintereinander hat sie den ASCAP Standard Award bekommen.

Anna Laura Page war Lehrbeauftragte für Orgel und Musiktheorie an verschiedenen Hochschulen. Drei Jahre lang war sie Leiterin des Austin Peay Community Children’s Chorus in Clarksville, Tennessee. Als ehemalige Handglocken-Musikredakteurin bei Alfred Publishing Co. hat sie viele Chorwerke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Kompositionen für Handglocken, Orgel und Klavier geschrieben. Sie wohnt derzeit in Sherman, Texas. Weiterlesen

Gustave Tritant

Gustave Tritant (1837–1907) war ein französischer Organist und Komponist. Seine ersten Musikstudien machte er am Chor der Kathedrale von Reims, später wurde er Organist an der Basilika Saint-Remi. Nach einem kurzen Aufenthalt als Organist an der Kathedrale von Châlons zog er nach Paris, wo er als Kapellmeister an Saint-Eustache, dann als Organist und Kapellmeister an Saint-Augustin und Saint-Pierre-du-Gros-Caillou tätig war. Später war er Organist an Notre-Dame-du-Camp in Pamiers im Süden Frankreichs und schliesslich Organist in Rethel in den Ardennen und Lehrer am kirchlichen Gymnasium dieser Stadt, wo er 1907 starb.

Orgelmusik von Gustave Tritant

Tritant veröffentlichte eine umfangreiche Sammlung von Orgelstücken für den «praktischen Dienst des Organisten».

L’office pratique de l’organiste en 13 volumes. Paris 1879-1889

  • Vol. 1: 56 Versets pour les magnificats des 8 tons du plain-chant
  • Vol. 2: 80 Strophes dans tous les tons
  • Vol. 3: 218 Versets courts et faciles
  • Vol. 4: Office du matin – Offertoires, élévations, communions etc.
  • Vol. 5: Office du soir – Antiennes, strophes, préludes etc.
  • Vol. 6: 20 Marches pour mariages, orgue ou harmonium
  • Vol. 7: 24 Prières pour élévations et communions
  • Vol. 8: 12 Offertoires solennels
  • Vol. 9: 150 Antiennes ou versets classés par tonalité
  • Vol. 10: 50 Nouvelles strophes, renfermant élévations, communions, graduels, etc.
  • Vol. 11: ? (verschollen)
  • Vol. 12: 25 Nouveaux offertoires
  • Vol. 13: Messes paroissiales

Einige dieser Noten sind bei IMSLP erhältlich.

Tritant komponierte auch vokale Kirchenmusik, s. Wikipedia

Beitragsbild: Église Saint-Nicolas de Rethel

event Veranstaltungen mit Musik von Gustave Tritant

Rachel Laurin

Die kanadische Komponistin, Organistin, Improvisatorin, Pädagogin und Dozentin Rachel Laurin (1961-2023) stammt aus Saint-Benoît in Québec. Nach ihrem Studium am Conservatoire de musique de Montréal wurde sie Assistentin von Raymond Daveluy, Titularorganist der großen Orgel der Oratoire Saint-Joseph (Montréal), eine Position, die sie von 1986 bis 2002 innehatte. Von 2002 bis 2006 war sie Titularorganistin an der Cathédrale Notre-Dame (Ottawa), bevor sie diese Position aufgab, um sich ganz dem Konzertleben, dem Komponieren, der Leitung von Meisterklassen und dem Halten von Vorträgen zu widmen. Weiterlesen

June Nixon

Helena June Rose Nixon (* 1942) ist eine australische Organistin, Chorleiterin und Komponistin. June begann ihre musikalische Ausbildung bereits in jungen Jahren, bevor sie an der Universität von Melbourne Klavier und Orgel studierte. Stipendien für Postgraduierte ermöglichten ihr ein weiteres Studium im Ausland, wo sie die Mitgliedschaft im Royal College of Organists (FRCO) erlangte und als erste Frau den John-Brooke-Preis für das Chortraining-Diplom erhielt. Weiterlesen

Emma Lou Diemer

Emma Lou Diemer (1927-2024) wurde in Kansas City, Missouri geboren. Lou spielte schon sehr früh Klavier und komponierte und wurde mit 13 Jahren Organistin in ihrer Kirche. Sie studierte Komposition an der Yale Music School und an der Eastman School of Music, wo sie 1960 doktorierte,. Mit einem Stipendium studierte sie in Brüssel und verbrachte zwei Sommer mit Kompositionsstudien am Berkshire Music Center. Weiterlesen

Healey Willan

James Healey Willan (1880–1968) war ein kanadischer Organist und Komponist englischer Abstammung. Er begann seine musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren an der St. Saviour’s Choir School in Eastbourne. Mit 18 Jahren begann er als Organist und Chorleiter an mehreren Kirchen im Raum London zu arbeiten. Von 1903 bis 1913 war er Organist und Chorleiter der St. John the Baptist Church in der Holland Road in London. 1910 trat Willan der London Gregorian Association bei, die sich für die Erhaltung und Wiederbelebung des „Gregorianischen Gesangs” einsetzte. Weiterlesen

Calimerio Soares

Der Komponist, Cembalist und Organist Calimerio Soares (1944–2011) wurde in São Sebastião do Paraiso, Minas Gerais (Brasilien) geboren. Er begann seine musikalische Ausbildung dort und am Konservatorium von Ribeirão Preto und erwarb später einen B.M. in Klavier und Pädagogik an der Bundesuniversität von Uberlândia. Außerdem promovierte er in Komposition an der University of Leeds (England), wo er bei Philip Wilby, David Cooper und Julian Rushton studierte. Weiterlesen

Ernst Mahle

Ernst Mahle (1929–2025) war ein deutsch-brasilianischer Musikpädagoge, Dirigent und Komponist. Er wurde 1929 in Stuttgart geboren und studierte in seiner Heimatstadt bei dem österreichischen Komponisten Johann Nepomuk David. 1951 zog er nach Brasilien, konnte aber seine deutsche Ausbildung bei Hans-Joachim Koellreutter fortsetzen. Ausserdem studierte er kurzzeitig bei Ernst Krenek und Olivier Messiaen.
Mahle liess sich in Piracicaba nieder und wurde einer der Gründer der dortigen Musikschule. Dort war er als künstlerischer Leiter, Lehrer und Dirigent des Kammer- und Sinfonieorchesters sowie des Kammerchors tätig. 1965 wurde er für sein Wirken im Bildungsbereich zum Ehrenbürger von Piracicaba ernannt. Weiterlesen

Furio Franceschini

Fúrio Franceschini (1880-1976) war der brasilianische Komponist, der im 20. Jahrhundert die meisten Stücke für Orgel schrieb. Seine Kompositionen zeugen von einer grossen Vertrautheit mit dem Instrument. Ersten musikalischen Unterricht erhielt der Sechsjährige bei seinem Vater Fillipo Franceschini, Professor an der Academia de Santa Cecília in Rom. In Paris nahm er Unterricht an der École Normale de Musique u.a. bei Vincent d’ Indy. Orgel studierte er bei Filippo Capocci, P. Bellenot und Charles-Marie Widor. Erste öffentliche Auftritte hatte er in Griechenland sowie 1904 in Brasilien. 1907 ließ er sich in São Paulo nieder und nahm über 60 Jahre lang das Amt des Ersten Organisten an der “Catedral Metropolitana de São Paulo” wahr.
Neben seiner über 43-jährigen Lehrtätigkeit an der “Musica Sacra e Canto Gregoriano” hat Franceschini ca. 600 Kompositionen hinterlassen, darunter 400 geistliche Werke sowie ein beachtliches Orgelwerk mit insgesamt 53 Kompositionen.

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Joseph Alois Holzmann

Joseph Alois Holzmann (1762–1815) wurde in Hall im Tirol geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er beim Benediktiner Pater Magnus Dagn. Bereits im Alter von 12 Jahren wurde er Nebenorganist in Halle und später Hauptorganist. Er übte dieses Amt bis zum Lebensende aus, obwohl er lukrative Stellenangebote in bedeutenderen Städten erhielt. Holzmann gilt als die zentrale Persönlichkeit im Tiroler Musikleben in der Zeit um 1800.

Orgelwerke von Joseph Alois Holzmann

  • Ein Band mit 16 einsätzigen Sonaten erschien im Verlag Pro Organo unter dem Titel “Das Südtiroler Orgelbuch”, herausgegeben von Andreas Schröder.

Holzmann komponierte auch zahlreiche virtuose Toccaten im süddeutschen Orgelstil, viele kirchliche Chorwerke sowie einige Klavierwerke, Kammermusik und weltliche Kantaten. Die meisten seiner rund 150 Kompositionen wurden nie gedruckt.

Beitragsbild: Die Heutige Orgel in Hall von Johann Pirchner im Gehäuse von 1898 (III/P/50)

event Veranstaltungen mit Musik von Joseph Alois Holzmann