Archiv der Kategorie: Epochen der Orgelmusik

Epochen der Orgelmusik

Bei mixtur.ch finden Sie Informationen zu Komponisten und ihren Orgelwerken seit dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

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Gustav Merkel

Gustav Adolf Merkel (1827–1885) war ein deutscher Organist, Komponist und Musikpädagoge. Er wurde in der Oberlausitz als Sohn eines Lehrers und Organisten geboren. Nach dem Besuch des Lehrerseminars erhielt er Unterricht in Komposition und Orgel bei Ernst Julius Otto und Johann Schneider.

Er wirkte zeitlebens in Dresden, zuerst als Lehrer, 1858 wurde er Organist an der Waisenhauskirche, 1860 an der Kreuzkirche und ab 1864 an der Katholischen Hofkirche. Ab 1861 war er Lehrer am Königlichen Konservatorium für Musik. Von 1867 bis 1873 war er Dirigent der Dreyssigschen Singakademie. Weiterlesen

Ernst Friedrich Richter

Ernst Friedrich Richter (1808–1879) war ein deutscher Komponist und Musiktheoretiker. Er wurde in Grossschönau in der Lausitz geboren, studierte später Theologie und daneben auch Musik. Ab 1848 war er Leiter der Leipziger Singakademie, ab 1850 Organist in verschiedenen Leipziger Kirchen und Theorielehrer am Konservatorium. Nach dem Tod von Moritz Hauptmann übernahm er 1868 das Amt des Thomaskantors und Musikdirektors der Leipziger Hauptkirchen. Weiterlesen

Denis Bédard

Denis Bédard (*1950) ist ein kanadische Organist und Komponist. Er wurde in Quebec City geboren und studierte zunächst am dortigen Konservatorium in den Fächern Orgel, Cembalo, Kammermusik, Kontrapunkt und Fuge. Weiterlesen

Robert Führer (1807-1861)

Robert Führer

Robert Jan Nepomuk Führer (1807–1861) war ein böhmischer Organist, Dirigent und Komponist. Er wurde in Prag geboren und war Schüler von Jan August Vitásek und wurde im Alter von 19 Jahren als zweiter Domorganist gewählt. 1831 wurde er Domorganist und 1839 Domkapellmeister. Er unterrichtete auch an der Prager Orgelschule.

Nach einer Verurteilung wegen Betrugsdelikten trat er als Domkapellmeister zurück und trennte sich von seiner Familie. Er führte danach ein unstetes Wanderleben, das ihn bis nach Salzburg führte, wo er im Jahr 1856 ein Improvisationswettspiel gegen Anton Bruckner austrug. Führer starb als Obdachloser im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Weiterlesen

Fortunat Pintarić

Fortunat Pintarić (1798–1867) war ein kroatischer Musikpädagoge und Komponist. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Varaždin (Nordkroation) und Zagreb wurde er 1821 zum Priester geweiht. Er studierte auch Musik (Orgel, Gesang, Kompositionslehre) und war als Kantor und Organist tätig. Als Gymnasiallehrer war er in Varaždin tätig, später wurde er nach Virovitica und Koprivnica verlegt. Er bekleidete die kirchlichen Ämter des Wächters und des Vikars in mehreren Franziskanerklöstern im Norden Kroations. Weiterlesen

Sixtus Bachmann

Sixtus (Sigmund Eugen) Bachmann (1754-1825) wurde in Kettershausen im Unterallgäu geboren. Er wurde in der Jugendzeit von seinem Vater und seinem Grossvater unterrichtet. Letzterer war Organist in Biberbach. Sixtus galt als Wunderkind, eine bekannte Episode ist der Orgelwettstreit mit dem jungen Mozart in Biberbach.

Mozart in Biberbach

Mit 17 Jahren trat Bachmann ins Kloster Marchtal ein, wo er u. a. von Abbé Vogler unterrichtet wurde. Er war im süddeutschen Raum ein vielbeachteter Komponist von Messen, Klavier- und Orgelwerken. Justin Heinrich Knecht bezeichnet ihn als “herausragenden Meister” in Oberschwaben.

Nach der Säkularisation wurde er aus dem Kloster vertrieben und lebte danach als Pfarrer in Reutlingendorf. In dieser Zeit der Zurückgezogenheit komponierte Bachmann nur noch klein besetzte Stücke.

Orgelwerke von Sixtus Bachmann

Zur Zeit sind drei Sammlungen im Handel erhältlich:

  • Späte Sonaten und Fantasien (HG. Berthold Büchele und Manfred Schwendner)
  • Fünf Sonaten „zum Schlagen“ (HG. Berthold Büchele und Manfred Schwendner)
  • Tastenmusik von Klosterkomponisten des 18. Jahrhunderts Band 9 (Hg. Gerhard Weinberger)

event Veranstaltungen mit Musik von Sixtus Bachmann

Aloÿs Claussmann

Aloÿs Claussmann (1850–1926) wurde im elsässichen Uffholtz geboren. Als Schüler des Organisten Eugène Gigout an der Ecole Niedermeyer erhielt er dort seine ersten Preise für Klavier und Orgel, bevor er 1872 den Grand Prix de composition du Ministère des Beaux-Arts gewann.

Im Jahr 1873 zog er nach Clermont-Ferrand, wo er zum Kapellmeister der Kathedrale ernannt wurde. Kurz darauf wurde die neue Merklin-Orgel von Edmond Lemaigre, dem ersten Titularorganisten, eingeweiht. Claussmann wurde 1888 dessen Nachfolger und blieb in diesem Amt bis zu seinem. Weiterlesen

Nigel Ogden

Nigel Ogden

Nigel Ogden (*1954) ist ein englischer Organist und Komponist, der von 1980 bis 2018 die BBC-Radio-Sendung The Organist Entertains moderierte und dort auftrat. Er spielt sowohl Theater- als auch Kirchenorgeln.

Ogden wurde in Manchester als Sohn eines Kirchenorganisten geboren und erhielt mehrere Jahre Klavierunterricht, bevor er im Alter von zwölf Jahren mit dem Orgelspiel begann. Als Kind besuchte er oft Konzerte von Reginald Dixon auf der Wurlitzer-Orgel.

Ogden studierte das Lehramt und arbeitete danach als Vorführer für ein Orgelgeschäft, später eröffnete er ein eigenes Geschäft für den Verkauf von Orgeln. Ab 1972 trat er bei The Organist Entertains auf und übernahm im März 1980 den Posten des Moderators von Robin Richmond.

Kompositionen für Orgel von Nigel Ogden

Nebst vielen Veröffentlichungen für die Theaterorgel hat Nigel Ogden eine Sammlung ansprechender Stücke für den Gottesdienst veröffentlicht:

  • At your Service, Fifteen Practical Voluntaries for Church Organists

event Veranstaltungen mit Musik von Nigel Ogden

Noel Rawsthorne

Noel Rawsthorne

Christopher Noel Rawsthorne (1929–2019) war ein britischer Organist und Komponist von Orgel- und Chormusik. Er wirkte hauptsächlich in Liverpool.

Rawsthorne wurde im nordenglischen Birkenhead geboren. Im Alter von acht Jahren wurde er Chorsänger an der Liverpool Parish Church und später an der Kathedrale von Liverpool, wo sein Interesse an der Pfeifenorgel geweckt wurde. Er nahm Orgelunterricht bei Caleb Jarvis in der nahe gelegenen St. George’s Hall. Sechs Jahre später setzte er sein Orgelstudium am Royal Manchester College of Music fort. Im Jahr 1958 erhielt er ein Stipendium, um in Italien bei Fernando Germani und später in Paris bei Marcel Dupré zu studieren.

1955 wurde er als Nachfolger von Harry Goss-Custard Organist der Kathedrale von Liverpool und war in dieser Funktion bis 1980 tätig. In dieser Zeit komponierte er viele Chorwerke, die noch immer regelmässig in Kirchen der anglikanischen Diözese Liverpool gesungen werden. Bis 1993 unterrichtete Rawsthorne am St Katharine’s College, Liverpool. Rawsthorne erhielt die Ehrendoktorwürde in Musik von der Universität Liverpool. Im Rahmen seiner Arbeit mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra beaufsichtigte er die Renovierung der Rushworth- und Dreaper-Orgel in der Philharmonic Hall. Er starb 2019 im Alter von 89 Jahren in Liverpool.

Orgelmusik von Noel Rawsthorne

Rawsthorne veröffentlichte zahlreiche Sammlungen von Orgelstücken im Verlag Kevin Mayhew, z. B.

  • 36 Miniatures for Organ
  • Ten Trumpet Tunes for Organ
  • 12 Miniatures for Quiet Occasions (Manualiter)
  • Dance Suite for Organ
  • Hornpipe Humoresque – A Nautical Extravaganza for Organ
  • The Noel Rawsthorne Organ Arrangements (2 Bände Bearbeitungen)

event Veranstaltungen mit Musik von Noel Rawsthorne

Camillo Schumann

Camillo Schumann (1872–1948) wurde in Königstein/Sachsen geboren. Mit 17 Jahren trat er ins Konservatorium Leipzig ein, wo er unter anderem beim Gewandhausorganisten Paul Homeyer studierte. Er beendete sein Studium an der Hochschule für Musik in Berlin. Im Jahr 1896 wurde er an die Stadtkirche St. Georg in Eisenach berufen, wo er sich als virtuoser Organist einen Namen machen. Weiterlesen