Zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählen Felix Mendelssohn Bartholdy und Adolph Friedrich Hesse in Deutschland sowie Alexandre Pierre François Boëly und Jacques-Nicolas Lemmens in Frankreich zu den fruchtbarsten Schöpfern von Orgelmusik.
Lesen Sie auch den Schwerpunktbeitrag Französische Orgelmusik im 19. Jahrhundert
Kategoriearchiv: 19. Jahrhundert I
Clara Schumann
Clara Josephine Schumann (1819–1896), geborene Wieck, war eine deutsche Pianistin und Komponistin und ab 1840 die Ehefrau Robert Schumanns. Aus Claras Kindheit weiss man, dass sie erst sehr spät das Sprechen lernte. Es geschah vermutlich im Alter von vier Jahren, als sie ein Jahr lang getrennt vom Vater bei ihren Großeltern verbrachte. Der Grund der Verzögerung wird in psychischen Ursachen vermutet; es ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie intensiven Klavierunterricht, und am 20. Oktober 1828 trat sie zum ersten Mal öffentlich im Gewandhaus auf und spielte mit einer anderen Schülerin ein vierhändiges Stück von Friedrich Kalkbrenner. Weiterlesen
César Franck
César Auguste Jean Guillaume Hubert Franck (1822–1890) war ein französischer Orgelvirtuose und Komponist belgischer Abstammung. Nach der ersten musikalischen Erziehung in Belgien und ersten Auftritten als Pianist zog seine Familie nach Paris. Dort nahm er zunächst Unterricht bei Anton Reicha und trat 1837 in das Pariser Konservatorium ein, das er bis 1842 besuchte.
Felix Mendelssohn Bartholdy
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) entstammte einer angesehenen und wohlhabenden jüdischen Familie. Väterlicherseits war er ein Enkel des bedeutenden Philosophen Moses Mendelssohn. Im Jahr 1805 wurde Felix’ musikalisch begabte Schwester Fanny (ab 1829 Fanny Hensel) geboren. Die Familie konvertierte 1822 zum Christentum und legte sich den christlichen Zusatznamen Bartholdy zu. Weiterlesen
Johann Georg Frech
Johann Georg Frech (1790–1864) war Sohn eines Uhr- und Orgelmachers. Er besuchte das Gymnasium in Stuttgart und spielte während seines Studiums Violine, Flöte, Cello, Klavier und Orgel, u. a. bei Justin Heinrich Knecht. Er machte Bekanntschaft mit Carl Maria von Weber, der zu dieser Zeit am Stuttgarter Hofe wirkte. Nach einigen Jahren als Lehrergehilfe und Musiklehrer wurde er 1820 Städtischer Musikdirektor und Organist an der Esslinger Stadtkirche St. Dionys. Sein Nachfolger in diesen Ämtern wurde ab 1860 Christian Fink.
Joseph Wackenthaler
Joseph Wackenthaler (1795–1869) wurde in Sélestat im Elsass geboren und war ab 1819 Kapellmeister am Münster In Strassburg, ab 1833 auch Organist. Sein Vater (Joseph Wackenthaler 1767–1828) war Gründer einer Dynastie von Musikern. Zwei seiner Söhne (François Charles und François Louis) und sein Neffe Nicolas-Joseph Wackenthaler waren Organisten in Sélestat. Ein dritter Sohn François Xavier Joseph war ein sehr erfolgreicher Organist in Haguenau und später in Paris, wo er der erste Professor für Orgelspiel an der Niedermeyer-Schule war.
Louis Lefébure-Wély
Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817–1869) wurde als Sohn des Organisten Isaac François Lefèbre (spätere Namensänderung in Lefébure) in Paris geboren. Er studierte am Pariser Konservatorium Orgelmusik und trat in die Fußstapfen seines Vaters und löste ihn als Organist an der Pariser Kirche Saint-Roch ab. 1847 wechselte er an die Kirche La Madeleine (ebenfalls Paris) und spielte dort von 1847 bis 1857 auf der neuerbauten Cavaillé-Coll-Orgel.
Jacques-Nicolas Lemmens
Jacques-Nicolas Lemmens (1823–1881) war ein belgischer Organist und Komponist. Nach dem Besuch des Konservatoriums in Brüssel reiste er nach Breslau, um sich bei Adolf Friedrich Hesse mit der bachschen Orgeltradition vertraut zu machen. Die kurze Begegnung mit Hesse hinterliess aber kaum Spuren in Lemmens Kompositionen. Die meisten seiner Werke stehen in der französisch-romantischen Tradition.
Jacques-Nicolas Lemmens gewann mehrere Preise für Klavier, Orgel und Komposition und war ab 1849 Lehrer am Brüsseler Konservatorium. Durch seine vielen Konzertreisen hatte Jacques-Nicolas Lemmens auch einen grossen Einfluss auf die Pariser Orgelszene. Er wirkte oft als Berater des Orgelbauers Cavaillé-Coll. Weiterlesen
Franz Liszt
Franz Liszt (1811–1886) war einer der prominentesten Klaviervirtuosen und einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der „programmatischen Musik“ (sinfonische Dichtungen) und wird mit seinen Hauptwerken zur „Neudeutschen Schule“ gezählt. Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. Im Alter von 54 Jahren empfing Liszt in Rom die „niederen Weihen“ und den Titel Abbé. Weiterlesen
Adolf Friedrich Hesse
Adolf Friedrich Hesse (1809–1863) war u. a. Schüler von Christian Heinrich Rinck, er wurde 1831 Erster Organist an der Bernhardinkirche in Breslau im heutigen Polen. Hesse galt in Deutschland als bedeutender Organist und erregte in Paris und London Aufsehen durch sein virtuoses Pedalspiel. Zu seinen vielen Schülern zählte auch Jacques-Nicolas Lemmens.
Jacques-Louis Battmann
Jacques-Louis Battmann (1818-1886) war ein elsässischer Komponist, geboren in Masmünster. Er studierte bei Martin Vogt in Colmar und wirkte als Lehrer und Organist in Thann, Belfort und Vesoul. Erst nach seiner Niederlassung in Dijon war er hauptberuflicher Komponist.
Jacques-Louis Battmann veröffentlichte zahlreiche Kompositionen, hauptsächlich für Orgel und Klavier. Er war viele Jahre Herausgeber der Zeitschrift «l’Organiste». Nebst der Kirchenmusik komponierte er auch Salonmusik. Viele von Battmanns Orgelstücken sind geprägt von der Mode der Salon- und Opernmusik seiner Zeit. Die meisten Stücke können auch manualiter auf dem Harmonium ausgeführt werden.































