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Johann Ludwig Krebs

18. Jahrhundert II

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts komponieren einzelne von Bachs Söhnen und Schülern bedeutende Orgelmusik, allen voran Johann Ludwig Krebs und Carl Philipp Emanuel Bach. Auch weniger bekannte Komponisten wie Gottfried August Homilius in Leipzig, Johann Georg Albrechtsberger in Wien, Michel Corrette in Paris, die Engländern John Stanley und John Alcock, der Spanier Antonio Soler der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts schrieben Orgelmusik, die sich bis heute grosser Beliebtheit erfreuen.

Klangbeispiele zur Orgelmusik im 18. Jahrhundert

England

Frankreich

Österreich

Deutschland

 

Johann Ludwig Krebs

Johann Ludwig Krebs

Johann Ludwig Krebs (1713–1780) wurde in der Nähe von Weimar geboren. Den ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Vater, der seit 1710 Kantor und Organist in Weimar war. Im Juli 1726 wurde Johann Ludwig Schüler an der Thomasschule in Leipzig, wo er neun Jahre lang Freund, Privatschüler und Notenkopist von Johann Sebastian Bach war.

Krebs wirkte als Musiker an verschiedenen Orten, 1756 wurde er Organist am Hofe Friedrichs III. von Altenburg, wo er in den Genuss einer prächtigen Trost-Orgel gelangte. Diese Stelle hatte er bis zu seinem Tod am Neujahrstag 1780 inne.

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John Alcock

John Alcock

John Alcock (1715–1806) war Schüler von John Stanley an der St. Pauls Kathedrale, er promovierte 1766 als Musikwissenschafter in Oxford. Er war Organist in mehreren grösseren englischen Kirchen:

  • St Andrew’s Church, Plymouth 1737–1741
  • St Laurence’s Church, Reading 1741–1750
  • Lichfield Cathedral 1750–1761
  • Sutton Coldfield Parish Church 1761–1786
  • St. Editha’s Church, Tamworth 1766–1790

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Antonio Soler

Antonio Soler

Antonio Francesc Xavier Joseph Soler i Ramos, auch Padre Antonio Soler genannt, (1729–1783) erhielt seine Ausbildung als Organist und Komponist als Chorknabe in der Escolania de Montserrat bei Barcelona, wo er auch erzogen wurde. Etwa 1750 wurde er Kapellmeister an der Kathedrale von Lleida, dort setzte er auch seine geistliche Laufbahn fort. 1752 trat er den Hieronymiten von El Escorial bei und wurde dort 1757 Kapellmeister. Er gab am Hofe dem spanischen Prinzen Don Gabriel täglich Klavierunterricht und stellte als Unterrichtsmaterial raffinierte Sonaten, die in Bezug auf technische und musikalische Herausforderungen mit Domenico Scarlatti verglichen wurden, bereit.

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Gottfried August Homilius

Gottfried August Homilius

Gottfried August Homilius (1714–1785) studierte Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum direkten Schülerkreis von Johann Sebastian Bach. Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens.

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Wilhelm Friedemann Bach

Wilhelm Friedemann Bach

Wilhelm Friedemann Bach (1710–1784) war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik. 1733 wurde er Organist an der Sophienkirche in Dresden. Im April 1746 wurde er Musikdirektor und Organist an der Marienkirche in Halle (Saale). Daher wird er auch als der Hallesche Bach bezeichnet. 1763 wurde er zum Hessen-Darmstädtischen Kapellmeister ernannt. Die Stelle in Hessen-Darmstadt in der Nachfolge von Christoph Graupner trat er nicht an, den Titel durfte er jedoch führen.

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Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach

Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788) war der berühmteste der Bachsöhne. Er wurde als dritter Sohn Johann Sebastian Bachs und dessen erster Frau Maria Barbara geboren. Einer seiner Taufpaten war Georg Philipp Telemann. Mit seiner Familie zog er 1717 nach Köthen, wo seine leibliche Mutter 1720 verstarb, und 1723 nach Leipzig, als sein Vater dort Thomaskantor wurde. Dort wurde er Schüler an der Thomasschule. 1731 begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig und wechselte 1734 an die Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). 1738 schloss er seine Studien ab, gab aber seine Pläne für eine Akademikerlaufbahn auf, um sich der Musik zu widmen.

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